Ernährung

Richtig trinken beim Sport: Wasser, Menge und Elektrolyte

Wie viel solltest du beim Training trinken, und brauchst du dafür ein Sportgetränk? Für den Gymbesuch, lange Einheiten und heiße Tage gelten unterschiedliche Anforderungen. Hier erfährst du, wie du deine Getränke planst und woran du besonderen Handlungsbedarf erkennst.

Aktualisiert 3 Min. Lesezeit

Die Flasche gehört mit in die Sporttasche

Wenn du direkt von der Arbeit ins Gym fährst, pack die Flasche schon morgens ein. Trinke auch tagsüber, damit du kurz vor dem ersten Satz keinen großen Durst auf einmal ausgleichen musst. Im Gym sollte die Flasche in Reichweite stehen. Bei einer längeren Runde draußen ist ebenso wichtig, wo du sie wieder auffüllen kannst.

Im Training nach Situation trinken

Bei einer gewöhnlichen Einheit kannst du Trinkpausen nutzen und dich am Durst orientieren. Hitze, lange Belastung und starkes Schwitzen brauchen mehr Vorbereitung. Es gibt keine Literzahl pro Stunde, die für alle passt. Auch erzwungenes sehr großes Trinken kann gefährlich sein, weil der Natriumgehalt des Blutes zu stark sinken kann.

Zuerst den Zugang zu Getränken planen

Für den üblichen Gymbesuch lösen eine nachfüllbare Flasche und ein bekannter Wasserhahn oft das praktische Problem. Bei einer längeren Runde draußen planst du Nachfüllstellen und Wetter mit ein. Die Größe einer Flasche beschreibt, was du mitnehmen kannst; du musst sie nicht zwangsläufig leeren.

EinheitVorbereitungUnterwegs oder im Training
Gewohntes Training drinnenFlasche mitnehmen und Wasserstelle kennenPausen nutzen und nach Durst und Verträglichkeit trinken.
Längere Runde bei WärmeNachfüllstellen prüfen, eventuell eine kühlere Tageszeit wählenTempo und Dauer an schwierige Bedingungen anpassen.
Wettkampf mit begrenztem ZugangMitnehmen und Trinken vorher erprobenDen erprobten Ablauf nutzen und aktuelle Bedingungen berücksichtigen.

Wann Wasser meistens genügt

Für viele kürzere Kraft- und Alltagseinheiten genügt Wasser. Bei länger andauernder Belastung kann ein Sportgetränk zusätzlich Kohlenhydrate und Natrium liefern. Schau dafür auf die Zusammensetzung: Kohlenhydrate liefern Energie, Natrium ersetzt einen Teil der Salzverluste. Ein Energydrink erfüllt diese Aufgaben je nach Zusammensetzung nicht und ist daher kein gleichwertiger Ersatz.

Lange und heiße Einheiten planen

Teste Getränke und Pausen im Training, bevor du einen langen Wettkampf absolvierst. Überlege, wo Nachfüllen möglich ist und wie die Wetterbedingungen aussehen. Wenn du deinen persönlichen Schweißverlust genauer bestimmen möchtest, lass dir ein geeignetes Vorgehen erklären. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sowie verordneter Flüssigkeitsbegrenzung gelten individuelle medizinische Vorgaben.

Aus vergleichbaren Einheiten lernen

Notiere nach zwei ähnlichen Einheiten Wetter, Dauer, Zugang zu Getränken und Verträglichkeit. Blieb die Flasche im Spind, liegt die erste Änderung beim Zugang. Hat ein neues Getränk Magenprobleme verursacht, probiere im normalen Training eine einfachere Variante.

Gewichtsveränderungen rund ums Training können Fachleuten helfen, Flüssigkeitsverluste abzuschätzen. Essen, Kleidung, Toilettengänge und Messbedingungen beeinflussen die Rechnung. Aus einer einzelnen Waagenzahl entsteht deshalb keine exakte Trinkvorgabe. Bei Unwohlsein in Hitze zählen die Beschwerden und Umstände, nicht nur der Inhalt der Flasche.

Nach dem Training und bei Warnzeichen

Trinke nach der Einheit weiter und iss eine normale Mahlzeit. Bei starkem Flüssigkeitsverlust kann eine gezieltere Wiederauffüllung nötig sein. Beende die Belastung bei deutlichem Unwohlsein in Hitze. Verwirrtheit, Kollaps oder starke Kopfschmerzen mit Verschlechterung brauchen rasche medizinische Hilfe. Solche Zeichen sollten nicht mit dem pauschalen Rat beantwortet werden, einfach noch mehr Wasser zu trinken.

Quellen

  1. DGE: Flüssigkeitsmanagement im Sport (2019) ↗
  2. DGE: Ernährung und Sport ↗

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