Für wen dieser Plan passt
Für erfahrene Gewichtheber, die Reißen und Stoßen vom Boden sicher ausführen und regelmäßig technische Rückmeldung bekommen. Du kennst deine kontrollierbaren Trainingslasten und erholst dich gut zwischen den Einheiten. Vier Tage verteilen das Üben auf kürzere Abschnitte. Dienstag und Samstag bleiben leicht, damit für die beiden anspruchsvolleren Tage Kraft und Konzentration vorhanden sind.
Die Einheiten
Die Reihenfolge gehört zum Plan. Leichte Vorbereitungssätze kommen davor. Jede Wiederholung neu aufbauen; kein Durchziehen auf Zeit.
Montag · Einheit 1
- Sätze
- 5
- Wiederholungen / Zeit
- 2
- Pause
- 3 Min.
- Zug mit Reißgriff
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 3
- Pause
- 3 Min.
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 3
- Pause
- 3 Min.
Dienstag · Einheit 2
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 2
- Pause
- 2 Min.
- Ausstoßen aus dem Rack
- Sätze
- 4
- Wiederholungen / Zeit
- 1
- Pause
- 2–3 Min.
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8
- Pause
- 2 Min.
Donnerstag · Einheit 3
- Sätze
- 5
- Wiederholungen / Zeit
- 1
- Pause
- 3 Min.
- Zug mit Umsetzgriff
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 3
- Pause
- 3 Min.
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 4
- Pause
- 3 Min.
Samstag · Einheit 4
- Reißen aus dem Hang
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 2
- Pause
- 2 Min.
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 2
- Pause
- 2 Min.
- Ausstoßen aus dem Rack
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 1
- Pause
- 2 Min.
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6 pro Seite
- Pause
- 1 Min.
So verteilst du die Woche
Montag und Donnerstag enthalten die größeren Belastungen. Dienstag nach dem Reißtag bleibt bewusst leicht: kurze Hang- und Ausstoßpraxis, kein schweres Nachholen. Samstag ist ebenfalls ein leichter Techniktag. Lass zwischen Donnerstag und Samstag den freien Freitag bestehen und plane am Sonntag Erholung.
| Tag | Einheit |
|---|---|
| Montag | Einheit 1 |
| Dienstag | Einheit 2 |
| Mittwoch | Pause oder lockere Bewegung |
| Donnerstag | Einheit 3 |
| Freitag | Pause oder lockere Bewegung |
| Samstag | Einheit 4 |
| Sonntag | Pause oder lockere Bewegung |
Bevor du die Hantel bewegst
Beginne mit einigen Minuten lockerer Bewegung und übe anschließend die heutigen Positionen mit einem Stab oder einer leichten Technikstange. Vor der ersten belasteten Übung folgen zwei bis vier kurze Vorbereitungssätze. Prüfe dabei, ob du die Hantel stabil empfangen und kontrolliert ablegen kannst. Bei neuen Bewegungen begleitet dich ein Gewichtheber-Coach.
Du brauchst freien Platz nach vorn und hinten, eine geeignete Plattform und Hantelmaterial, das dort abgeworfen werden darf. Lass dir das sichere Lösen von einem misslungenen Versuch praktisch zeigen, bevor du belastete Lifts übst. Ein normaler Fitnessraum oder eine leere 20-kg-Stange ist nicht automatisch für deinen Einstieg geeignet.
Sätze und Wiederholungen lesen
4 × 2 bedeutet vier Sätze mit je zwei Wiederholungen. Zwischen den Wiederholungen bringst du die Hantel zurück in die Ausgangsposition und baust den nächsten Versuch neu auf. Eine Wiederholung im Umsetzen und Stoßen enthält beides. Die Pause beginnt nach dem Satz; verlängere sie, wenn Atmung oder Konzentration noch nicht bereit sind.
Die Bewegungen im Plan
Die Fangposition ist die Haltung, in der du die beschleunigte Hantel wieder kontrollierst. Im Hang beginnt die Bewegung oberhalb der Knie. Die Hinweise hier helfen dir, die Aufgaben der Übungen zu verstehen und sie mit deinem Coach zu besprechen.
| Übung | Worauf du achtest |
|---|---|
| Reißen | Lerne die Fangposition zuerst mit Trainer und leerer Stange. Ziehe mit breitem Griff, strecke dich kraftvoll und bewege dich unter die Stange in eine stabile Überkopfkniebeuge, bevor du aufstehst. |
| Zug mit Reißgriff | Nutze den breiten Reißgriff. Ziehe vom Boden über die Knie, halte die Hantel nah und strecke Beine und Hüfte. Die Arme bleiben lang. Übe den Zug mit derselben Körperführung wie beim Reißen und ohne Empfang über Kopf. |
| Frontkniebeuge | Lege die Stange vorn auf die Schultern, hebe die Ellenbogen an und stelle die Füße etwa schulterbreit auf. Senke dich in die Kniebeuge, halte die Brust aufrecht und die Fersen am Boden und richte dich auf, ohne die Ellenbogen absinken zu lassen. |
| Umsetzen aus dem Hang | Lerne zuerst das Fangen auf den Schultern angeleitet mit leichter Stange. Starte aufrecht, schiebe die Hüfte zurück bis die Stange über den Knien steht, strecke dich und tauche zum Fangen unter die Stange. |
| Ausstoßen aus dem Rack | Nimm die leichte Hantel aus dem Rack auf die vorderen Schultern. Beuge die Knie kurz, treibe die Hantel hoch und gehe in den angeleiteten Ausfallschritt darunter. Stabilisiere die Arme und führe die Füße kontrolliert zusammen. Das Zurückführen wird vorher geübt. |
| Rudern sitzend | Setze dich zum Kabelzug, stütze die Füße ab, beuge die Knie leicht und halte die Brust aufgerichtet. Ziehe den Griff zu den unteren Rippen und die Ellenbogen nach hinten; strecke die Arme wieder, ohne den unteren Rücken zu runden oder zu schaukeln. |
| Umsetzen und Stoßen | Übe Frontablage und Rückkehr aus dem Ausfallschritt angeleitet, bevor du Gewicht auflegst. Setze die Stange auf die Schultern um, stehe auf und stoße sie aus kurzem Beugen in einen stabilen Ausfallschritt; führe die Füße kontrolliert zusammen. |
| Zug mit Umsetzgriff | Greife wie beim Umsetzen. Hebe die Hantel vom Boden, führe sie nah an den Beinen und strecke Hüfte und Beine. Die Arme bleiben lang; du setzt die Hantel nicht auf die Schultern um. Lege sie kontrolliert ab und beginne neu. |
| Kniebeuge | Lege die Stange auf den oberen Rücken, nicht auf den Nacken, und stelle die Füße etwa schulterbreit auf. Atme vor dem Absenken ein und spanne den Bauch rundum an, als würdest du einen leichten Stoß abfangen. Halte den Oberkörper beim Beugen ruhig, ohne ihn künstlich senkrecht zu halten. Hüfte und Knie beugen sich gemeinsam; beim Aufstehen drückst du mit dem ganzen Fuß gegen den Boden. |
| Reißen aus dem Hang | Beginne stehend mit breitem Griff, senke die leichte Hantel bis oberhalb der Knie und beschleunige sie körpernah. Gehe unter die Hantel und empfange sie mit gestreckten Armen. Die Tiefe legt dein Coach nach deiner Kontrolle fest. |
| Dead Bug | Lege dich auf den Rücken mit Armen nach oben und Hüften und Knien ungefähr rechtwinklig gebeugt. Strecke langsam einen Arm und das gegenüberliegende Bein, kehre zurück und wechsle; halte den Rumpf ruhig und verkürze die Bewegung, wenn der untere Rücken abhebt. |
Dein Startgewicht finden
Wähle für Reißen, Umsetzen, Stoßen und Züge eine Last, mit der die erste und letzte Wiederholung denselben Ablauf zeigen. Die Hantel bleibt nah, der Empfang stabil und das Aufstehen kontrolliert. Beginne unter deinem zuletzt zuverlässig geübten Gewicht und taste dich nach den Vorbereitungssätzen heran. Ein langsamer Kraftakt oder ein gerade noch geretteter Versuch zählt hier nicht als Grundlage für eine Steigerung.
Bei Frontkniebeugen, Kniebeugen und Kabelrudern lässt du etwa drei saubere Wiederholungen Reserve. Du könntest nach dem Satz also noch ungefähr drei Wiederholungen mit derselben Technik schaffen. Bei den explosiven Hebeübungen und Zügen bleibt die Bewegungsqualität entscheidend: gleicher Ablauf, körpernahe Hantel und kontrollierter Abschluss. Beim Dead Bug endet der Satz, bevor der untere Rücken ausweicht.
So entwickelst du den Plan weiter
Erhöhe zuerst nur am Montag oder Donnerstag die Last um die kleinste Stufe, sobald zwei entsprechende Trainingstage stabil liefen. Dienstag und Samstag behalten die leichte Last. Wenn die letzten Sätze an Qualität verlieren, senke den Umfang, bevor du zusätzliche Arbeit einplanst.
Erhöhe jeweils nur eine Sache: Last oder Zahl der vorgesehenen Sätze. Ein zusätzlicher Fehlversuch wird nicht durch immer neue Versuche ausgeglichen. Nach zwei misslungenen Versuchen derselben Aufgabe reduzierst du die Last oder gehst mit deinem Coach zu einer bereits beherrschten Teilbewegung zurück.
Den Plan anpassen
Bei Termindruck wechsle für die gesamte Woche zum Zweitagesplan. Vier Einheiten werden nicht in zwei lange Trainingstage gepackt. Ermüden die Beine schon vor dem Donnerstags-Stoßen, streiche zunächst einen Montags-Kniebeugensatz und halte die Techniklast am Dienstag niedriger.
Erholung und schwächere Tage
Nach einem schweren Training darf ein freier Tag folgen. Ausreichend Schlaf und regelmäßige Mahlzeiten helfen dir, für die nächste Einheit wieder Kraft zu haben. Fühlt sich die Hantel schon beim Aufwärmen ungewöhnlich schwer an, nimm Gewicht herunter und lass den letzten Satz jeder Hauptübung weg. Läuft es an zwei Trainingstagen hintereinander deutlich schlechter, halbiere die Satzzahl für eine Woche. Sprich mit deinem Coach darüber, was gerade anstrengend ist: das Training, wenig Schlaf oder viel Stress außerhalb des Gyms.
Bei stechendem Schmerz, Schwindel oder einer plötzlich unsicheren Bewegung beendest du die Übung. Wiederkehrende Beschwerden gehören abgeklärt. Nach Krankheit oder Verletzung richtet sich der Einstieg nach deiner Belastbarkeit und gegebenenfalls medizinischer Rücksprache.
Was nach vier Wochen leichter fällt
Vielleicht fängst du die Hantel inzwischen öfter ruhig über dem Kopf oder stehst nach dem Umsetzen leichter auf. Halte einen solchen Technikpunkt neben dem Gewicht fest. Nach vier Wochen kannst du deinem Coach zeigen, was sich verbessert hat und wo derselbe Fehler wiederkehrt. Daraus ergibt sich die nächste Aufgabe: etwas mehr Gewicht, eine andere Startposition oder zusätzliche Übungszeit bei der bisherigen Last.
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Quellen
- USA Weightlifting: Weightlifting Tips and Best Practices (2024) ↗
- USA Weightlifting: Why Live Coaching Accelerates Learning (2025) ↗
- International Weightlifting Federation: The Two Lifts ↗
- IWF Technical and Competition Rules & Regulations, 5 November 2025 ↗
CRISTIAN CAMILO ESTRADA / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
Giovanni Caprio / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
Binyamin Mellish / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.




