Alltag und Gewohnheiten

Walking Pad im Homeoffice: So klappt Arbeiten und Gehen

Mehr Schritte sammeln, während du ohnehin am Schreibtisch bist: Die Idee klingt gut. Ob ein Walking Pad zu dir passt, hängt aber vor allem von deinen Aufgaben und deinem Arbeitsplatz ab. Hier erfährst du, wie du einen vernünftigen Einstieg findest, ohne aus jedem Arbeitstag eine mehrstündige Laufbandeinheit zu machen.

Aktualisiert 4 Min. Lesezeit

Für welche Arbeit eignet sich das Gehen?

Beim Zuhören in einem Webinar oder beim Lesen kurzer E-Mails lässt sich langsames Gehen oft leichter ausprobieren als beim Zeichnen, schnellen Tippen oder einer schwierigen Tabellenrechnung. Beginne mit einer Aufgabe, bei der Fehler wenig Aufwand verursachen und du das Gerät jederzeit anhalten kannst.

Ob du konzentrierter arbeitest, merkst du an der Aufgabe selbst: Kannst du dem Gespräch folgen? Musst du ständig Tippfehler korrigieren? Laborbefunde zu aktiven Arbeitsplätzen versprechen dir keine bessere Leistung bei jeder Tätigkeit. Wenn eine Aufgabe im Sitzen besser gelingt, bleibt dafür dein Stuhl bereit.

Der Schreibtisch muss zum Gerät passen

Das Band erhöht deine Standhöhe. Stelle den Tisch deshalb mit dir auf dem ausgeschalteten Gerät ein. Du solltest Tastatur und Maus bequem erreichen und den Bildschirm lesen können, ohne dich nach vorne zu beugen. Ein Laptop mit externer Tastatur lässt sich dafür leichter ausrichten als ein einzelnes Gerät, bei dem Bildschirm und Tasten verbunden sind.

Wichtig ist auch der Wechsel zurück zum Sitzen. Wohin rollst du das Band, ohne Kabel zu ziehen oder den Ausgang zu blockieren? Miss diesen Platz vor dem Kauf. Ein Gerät, das jedes Mal mühsam umgebaut werden muss, passt möglicherweise schlechter als kurze Spaziergänge ohne Technik.

So beginnt deine erste Woche

Lerne Start, Stopp und Notabschaltung zuerst ohne Arbeit kennen. Folge den Sicherheitsangaben des Herstellers. Kinder, Haustiere, lose Kabel und Kleidung gehören nicht in den Bereich des laufenden Bandes. Steig erst ab, wenn es angehalten hat.

VersuchAufgabeDauer
Erster TagOhne Bildschirm gehen und Bedienung kennenlernen5 Minuten
Zweiter VersuchBei einer einfachen Audioaufnahme zuhören5–10 Minuten
Weitere ArbeitstageEine passende, ruhige Aufgabe auswählenEin kurzer Block nach Gefühl

Das Tempo ist richtig, wenn du sicher gehst und dich weiter auf die Aufgabe konzentrieren kannst. Es gibt keine Geschwindigkeit, die für alle Körpergrößen und Arbeitsplätze passt. Du darfst deutlich langsamer beginnen, als du draußen spazieren gehst.

Wechseln gehört dazu

Plane zunächst einen kurzen Gehblock und setze dich danach wieder hin oder gehe vom Schreibtisch weg. Dauerndes Stehen und Gehen kann genauso unpraktisch werden wie stundenlanges Sitzen. Füße, Waden und Rücken brauchen Zeit, sich an eine neue Arbeitsweise zu gewöhnen.

Wenn zehn Minuten angenehm bleiben, verlängere einen späteren Block etwas. Du musst aus einer gelungenen Runde am nächsten Tag keine Stunde machen. Bei Druckstellen, Schmerzen oder unsicherem Gang hältst du an und änderst das Setup beziehungsweise die Dauer. Beschwerden sind kein sinnvolles Schrittziel.

Warum die Uhr manchmal weniger Schritte zählt

Wenn deine Hände an der Tastatur liegen, bewegt sich das Handgelenk weniger. Eine Uhr kann dann Schritte übersehen. Auch Handy, Laufband und Uhr müssen nicht dieselbe Zahl anzeigen. Vergleiche deshalb ähnliche Tage mit derselben Messmethode, statt jede Anzeige aufeinander abstimmen zu wollen.

Heb dir für den Einstieg auch die Gehzeit auf: „Zehn Minuten beim Webinar“ beschreibt eine tatsächliche Handlung, selbst wenn die Schrittzahl unvollständig ist. Mit der Gehzeit hast du neben der Schrittzahl einen zweiten, leicht verständlichen Anhaltspunkt.

Was du vor dem Kauf ausprobieren kannst

Mach eine Woche lang kurze Gehpausen oder telefoniere beim Gehen. Wenn dich Bewegung bei solchen Aufgaben angenehm begleitet, lohnt sich ein genauerer Blick auf den Arbeitsplatz. Achte bei einem Gerät auf passende Nutzungsgrenzen, Bedienbarkeit, Platz, Lautstärke und die Hinweise des Herstellers zur Aufstellung.

Ein Walking Pad ist besonders dann praktisch, wenn Wetter und Arbeitszeiten Spaziergänge erschweren. Frische Luft und eine echte Bildschirmpause bekommst du trotzdem erst, wenn du den Arbeitsplatz verlässt. Eine kleine Runde draußen darf also weiterhin ihren Platz haben.

Ein Ziel, das zum Arbeitstag passt

Beginne mit einer konkreten Gelegenheit statt einer großen Tageszahl. Vielleicht ist es das wöchentliche Team-Update, bei dem du überwiegend zuhörst. Läuft der Versuch gut, hast du eine weitere Möglichkeit, deinen Alltag aktiver zu machen. Schrittziel und Daily Goal in LiftPal können dabei nebeneinander stehen.

Direkt ausprobieren

Quellen

  1. Ben-Ner et al. (2014) · Treadmill workstations and work performance ↗
  2. Mayo Clinic (2024) · Active workstations study ↗
  3. Mayo Clinic · Office ergonomics ↗

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stu_spivack, Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.

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