Trainingsarten

Pilates und Krafttraining kombinieren: eine Woche mit drei Einheiten

Du magst Pilates und möchtest zusätzlich stärker werden? Zwei Krafttage und eine Pilates-Einheit lassen sich gut über die Woche verteilen. Hier bekommst du eine einfache Aufteilung und passende Übungen, ohne jeden freien Abend zu verplanen.

Aktualisiert 3 Min. Lesezeit
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Was beide Trainingsformen beitragen

Pilates übt kontrollierte Bewegungen, Körperpositionen und das Zusammenspiel von Atmung und Bewegung. Je nach Übung und Kurs fordert es Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Im Krafttraining kannst du die Belastung durch Gewichte und Wiederholungen besonders leicht schrittweise erhöhen.

Die Grenzen sind fließend: Ein Reformer-Kurs kann sehr anstrengend sein, und ein Krafttraining braucht ebenfalls Kontrolle. Für deine Woche zählt deshalb, wie der konkrete Kurs aufgebaut ist. Die Kombination passt, wenn du Pilates gern machst und zusätzlich mit Kniebeugen, Drücken und Ziehen Kraft aufbauen möchtest.

Die Einheiten

Beginne mit leichten Vorbereitungssätzen. Lass zwei bis drei Wiederholungen übrig. In den ersten beiden Wochen reicht bei neuen Übungen ein Arbeitssatz.

Kraft A · Montag

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–10
    Pause
    2 Min.
  2. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2 Min.
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2 Min.
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    2 Min.

Kraft B · Donnerstag

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–10
    Pause
    2 Min.
  2. Split Squat mit Halt
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8 je Bein
    Pause
    2 Min.
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2 Min.
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2 Min.

So verteilst du drei Einheiten

Zwischen den beiden Krafttagen liegt genügend Abstand, und der Pilates-Kurs folgt nicht direkt auf die zweite Einheit. Die freien Tage musst du nicht mit weiteren Workouts füllen. Spaziergänge und Wege zu Fuß passen gut dazu. Die folgende Aufteilung ist ein praktischer Vorschlag für den Einstieg.

TagEinheitZeit
MontagKraft AEtwa 35–45 Minuten
DienstagAlltagsbewegung oder SpaziergangNach Lust und Zeit
MittwochFreiNach Bedarf
DonnerstagKraft BEtwa 35–45 Minuten
FreitagFrei oder lockerer SpaziergangNach Bedarf
SamstagPilates für Einsteiger mit AnleitungEtwa 30–45 Minuten
SonntagFreiNach Bedarf

Die beiden Krafttage

Beginne mit etwas allgemeiner Bewegung und leichten Vorbereitungssätzen. In den Arbeitssätzen sollten am Ende ungefähr zwei bis drei saubere Wiederholungen möglich bleiben. Pausiere ein bis zwei Minuten, bei Bedarf länger. Wenn alle Übungen neu sind, starte in den ersten beiden Wochen mit einem statt zwei Arbeitssätzen.

Bei Kurzhanteln kannst du das Gesamtgewicht beider Hanteln notieren und diese Schreibweise beibehalten. Ein Split-Squat-Satz umfasst beide Beine. Lass dir unbekannte Bewegungen zeigen; für die ersten Einheiten sind einfache, gut kontrollierbare Varianten wichtiger als hohe Gewichte.

Ein schwerer Pilates-Kurs zählt mit

Nach dem Kurs sind Bauch oder Beine noch deutlich müde? Behandle ihn als anstrengende Einheit. Du kannst den Kurs leichter gestalten, am nächsten Krafttag einen Satz weniger machen oder einen zusätzlichen freien Tag einbauen. Es geht darum, die nächste Bewegung wieder gut ausführen zu können.

Pilates ist nicht automatisch ein Erholungstag. Lange Haltepositionen, anspruchsvolle Hebel und hohe Federspannung können fordern. Umgekehrt muss nicht jede Pilates-Stunde maximal schwer sein. Sag der Kursleitung, dass du zusätzlich Krafttraining machst, und wähle die Variante, die du ruhig kontrollieren kannst.

Welcher Kurs für den Einstieg passt

Ein betreuter Einsteigerkurs auf der Matte ist ein unkomplizierter Start. Du brauchst nicht gleich einen Reformer. Auf einem Reformer kommen Federn, bewegliche Teile und Geräteeinstellungen hinzu; lerne diese zuerst mit qualifizierter Anleitung. Teurer oder schwerer bedeutet nicht automatisch passender.

Achte darauf, ob die Kursleitung Ausgangspositionen erklärt, Varianten zeigt und Zeit für Rückfragen lässt. Bei Schmerzen verändere oder beende die Bewegung. Nach einer Operation, bei Schwangerschaft oder behandlungsbedürftigen Beschwerden sollte die Auswahl zu deiner individuellen Situation passen. Ein allgemeiner Wochenplan übernimmt keine Rehabilitation.

So wächst die Routine

Bleibe vier bis sechs Wochen bei der übersichtlichen Aufteilung, solange sie dir bekommt. Im Krafttraining sammelst du zunächst Wiederholungen: Aus 8 und 8 werden 9 und 8, später 12 und 12. Dann erhöhst du die Last in einem kleinen Schritt und beginnst wieder weiter unten im Bereich.

Im Pilates kann Fortschritt auch eine ruhigere Ausführung oder eine kontrolliertere Position sein. Frage nach der nächsten Variante, sobald die jetzige sicher gelingt. Eine zweite Pilates-Einheit kommt erst dazu, wenn drei Einheiten gut in deinen Alltag passen und du erholt bleibst. Falls du schon trainierst, ersetze zunächst eine Einheit, statt alles zusätzlich zu stapeln.

Kraft und Regelmäßigkeit sichtbar machen

Speichere deine Kraftsätze in LiftPal mit Gewicht, Wiederholungen und der empfundenen Satzanstrengung (RPE). Ein Daily Goal für deinen Pilates-Kurs kann dich an die regelmäßige Einheit erinnern. Nach einigen Wochen siehst du, welche Gewichte steigen und ob die drei Trainingstage tatsächlich in deine Woche passen.

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Quellen

  1. NHS: Pilates video for beginners ↗
  2. ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Muscle Function, Hypertrophy, and Physical Performance in Healthy Adults ↗

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