Pläne und Fortschritt

Ganzkörperplan für Anfänger: 2 Tage pro Woche

Du möchtest mit Krafttraining anfangen und hast zweimal pro Woche Zeit? Dieser Ganzkörperplan zeigt dir die Übungen, Sätze und Steigerungen für deinen Einstieg, auch ohne Trainingserfahrung.

Aktualisiert 5 Min. Lesezeit
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Trainingstage
2 pro Woche
Zeit pro Einheit
45–60 min
Ausrüstung
Studio mit Kurzhanteln, Bank, Kabelzug und Beinmaschinen
Einstieg
Für Anfänger und Wiedereinsteiger

Für wen der Plan passt

Mit zwei Trainingstagen pro Woche baust du Kraft auf und lernst die wichtigsten Bewegungen für Beine und Oberkörper. Der Plan eignet sich für komplette Anfänger und für den Wiedereinstieg. Pro Einheit brauchst du etwa 45 bis 60 Minuten. Zwei Arbeitssätze pro Übung halten den Umfang übersichtlich und geben dir Zeit, die Ausführung zu lernen.

Die Einheiten

Führe die Übungen in dieser Reihenfolge aus. Die angegebenen Sätze zählen nach dem Aufwärmen; zwischen den Sätzen hältst du die jeweilige Pause ein.

Einheit A

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2–3 min
  2. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2–3 min
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2–3 min
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–10
    Pause
    2–3 min
  5. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–10 pro Seite
    Pause
    1 min

Einheit B

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2–3 min
  2. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2–3 min
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2–3 min
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    1–2 min
  5. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    15–25 Sekunden pro Seite
    Pause
    1 min

Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen

2 × 8–12 heißt: acht bis zwölf Wiederholungen, eine Pause, dann ein zweiter Satz. Bei einer einseitigen Übung gilt die Zahl für jede Seite. Arbeite die Übungen in der angegebenen Reihenfolge ab. Bei Kurzhanteln notierst du hier die Summe beider Hanteln: zweimal 10 kg ergeben 20 kg. Bei einer einzelnen Hantel zählt nur deren Gewicht.

So verteilst du dein Training über die Woche

Trainiere zum Beispiel Montag A und Donnerstag B, mit mindestens einem freien Tag dazwischen. In der nächsten Woche wiederholst du A und B. Fällt Montag aus, verschiebe das Training etwa auf Dienstag und Freitag. Schaffst du einmal nur eine Einheit, setzt du die Reihenfolge in der folgenden Woche fort.

Warum die Einheiten so aufgebaut sind

A verbindet eine Kniebeuge, waagerechtes Drücken und Rudern mit einer Hüftbeuge. B nutzt die Beinpresse, einen Zug von oben, Schrägbankdrücken und Beinbeugen. So übst du unterschiedliche Bewegungen, ohne zehn neue Übungen an einem Tag lernen zu müssen. Die Rumpfübung kommt jeweils zuletzt, damit deine Konzentration zuerst den größeren Bewegungen gilt.

Die ersten beiden Wochen

Beginne in deiner ersten A- und B-Einheit mit einem Arbeitssatz pro Übung. Lass dir unbekannte Geräte einstellen und übe mit leichtem Gewicht. Steigere dann auf die zwei angegebenen Sätze, sobald du dich bis zum nächsten Training gut erholt hast.

So wärmst du dich auf

Bewege dich zum Start einige Minuten locker. Mache anschließend ein bis zwei leichte Aufwärmsätze der ersten Bein- und Druckübung. So übst du die Bewegung und näherst dich deinem Trainingsgewicht. Bei einer neuen Übung weiter hinten im Plan hilft ebenfalls ein leichter Probesatz.

Dein Startgewicht finden

Beginne bei einer unbekannten Übung bewusst leicht. Probiere bei Bewegungen mit Wiederholungen das untere Ende des jeweiligen Bereichs und schätze ein, ob noch mindestens vier saubere Wiederholungen möglich wären. Falls ja, teste nach einer Pause eine kleine Gewichtsstufe mehr. Für die Arbeitssätze wählst du eine Last mit zwei bis drei Wiederholungen Reserve. Bei Halteübungen beginnst du mit der kürzesten angegebenen Zeit und einer Variante, in der du ruhig atmen und die Position halten kannst.

Die letzten Wiederholungen dürfen anstrengend sein, sollen aber noch wie die ersten aussehen. Musst du Schwung holen oder die Bewegung abkürzen, ist das Gewicht zu hoch. Am Anfang darfst du dich an die passende Last herantasten. Schreib auch die Sitzhöhe und den Griff auf: Beim nächsten Besuch ist das Gerät dann schnell wieder eingestellt.

Mehr Wiederholungen, dann mehr Gewicht

Steigere zunächst die Wiederholungen bei gleichem Gewicht. Sobald du in allen Sätzen das obere Ende des Bereichs mit sauberer Technik und etwa zwei Wiederholungen Reserve erreichst, erhöhst du um die kleinste verfügbare Gewichtsstufe. Danach beginnst du wieder am unteren Ende des Wiederholungsbereichs. Beim Kabelrudern kann das zum Beispiel so aussehen:

Training mit dieser ÜbungGewichtSatz 1 / Satz 2Nächster Schritt
125 kg8 / 8Gleiche Last wiederholen
225 kg10 / 9Weiter Wiederholungen sammeln
325 kg12 / 12Kleinste Stufe mehr probieren
427,5 kg8 / 8Mit der neuen Last üben

Schaffst du mit dem höheren Gewicht die Mindestzahl noch nicht, nutze eine kleinere Steigerung oder bleibe vorerst beim bisherigen Gewicht. Bei Halteübungen verlängerst du zuerst die Haltezeit innerhalb des angegebenen Bereichs. Danach wählst du eine schwierigere Variante.

So kommst du bei einem Stillstand weiter

  1. Vergleiche deine letzten drei bis vier Einheiten mit dieser Übung. Achte auf gleiche Ausführung und ähnliche Satzpausen.
  2. Warst du müde oder hast du kürzer pausiert? Wiederhole das Gewicht nach einem erholsameren Tag mit den vorgesehenen Pausen.
  3. Bleiben die Wiederholungen über mehrere vergleichbare Einheiten gleich, gehe eine kleine Gewichtsstufe zurück und baue von dort erneut auf.
  4. Werden mehrere Übungen zugleich schlechter und du fühlst dich dauerhaft müde, halbiere für eine Woche die Arbeitssätze. Danach steigst du wieder in den gewohnten Umfang ein.

Wenn du eine Übung austauschen möchtest

Ist ein Gerät belegt, wähle eine Alternative mit ähnlicher Bewegung. Finde dafür ein passendes Gewicht und behalte die Variante für die nächsten Einheiten bei. Notiere sie unter ihrem eigenen Namen: Kabelrudern und Kurzhantelrudern haben jeweils ihren eigenen Trainingsverlauf.

Geplante ÜbungPraktische Alternative
Goblet SquatKniebeuge mit Körpergewicht; bei Bedarf mit stabiler Sitzfläche als Tiefenmarkierung
Kurzhantel-BankdrückenBrustpresse oder Liegestütz an einer stabilen erhöhten Fläche
Rudern sitzendEinarmiges Kurzhantelrudern mit abgestütztem Oberkörper
LatzugKlimmzugmaschine mit passend eingestellter Unterstützung
Rumänisches Kreuzheben mit KurzhantelnHüftheben am Boden; übe das Hüftbeugen zunächst ohne Last

Wann du einen Satz beendest

Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.

Was sich nach vier Wochen verändert hat

Vielleicht fühlt sich die Last vom ersten Training inzwischen leichter an, du schaffst mehr Wiederholungen oder hältst deine Technik sicherer. Schau nach vier Wochen auf den ersten und den jüngsten Eintrag derselben Übung. Daran erkennst du, wo du vorangekommen bist. Läuft das Training gut und passen die Tage in deinen Alltag, kannst du den Plan fortsetzen. Fällt regelmäßig derselbe Trainingstag aus, verschiebe ihn oder wähle weniger Einheiten pro Woche.

Beim nächsten Training wissen, was dran ist

Waren es beim letzten Mal acht oder zehn Wiederholungen? Lege A und B beziehungsweise die einzelnen Trainingstage als Routinen in LiftPal an und speichere deine Sätze direkt nach der Übung. Beim nächsten Workout hast du Gewicht und Wiederholungen wieder vor dir. Mit RPE kannst du außerdem festhalten, ob am Satzende noch etwas übrig war oder die letzte Wiederholung schon sehr schwer fiel.

Direkt ausprobieren

Quellen

  1. ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Healthy Adults ↗
  2. Zourdos et al. (2016): Repetitions-in-reserve RPE scale ↗

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