Trainingsarten

Ganzkörper, Ober-/Unterkörper oder PPL: Welcher Split passt zu deinen Tagen?

Du kannst zwei, drei oder viermal pro Woche trainieren und suchst eine sinnvolle Aufteilung? Beginne bei den Tagen, die wirklich in deinen Alltag passen. Danach lässt sich entscheiden, ob Ganzkörper, Ober-/Unterkörper oder Push/Pull/Legs deinen Plan leichter macht.

Aktualisiert 4 Min. Lesezeit

Ein Split verteilt dein Training auf die Woche

Ganzkörper bedeutet, dass du in einer Einheit Beine und Oberkörper trainierst. Ober-/Unterkörper trennt diese Bereiche. Push/Pull/Legs, kurz PPL, teilt Druckübungen, Zugübungen und Beintraining auf eigene Tage auf. Mehr Trainingstage machen eine Aufteilung nicht automatisch fortgeschrittener.

Ein Studienvergleich fand bei gleichem Trainingsumfang ähnliche Ergebnisse für Ganzkörper und Split. Die praktische Frage lautet deshalb: Wo bringst du deine Übungen, Pausen und gewünschten Schwerpunkte unter? Ein Anfänger kann mit Ganzkörper starten, auch wenn er die Bewegungen erst lernen muss.

Zwei Tage: Ganzkörper ist ein klarer Ausgangspunkt

Montag und Donnerstag lassen zwischen den Einheiten Zeit zur Erholung. Beide Tage enthalten eine Beinübung, eine Druck- und eine Zugübung; weitere Übungen ergänzen den Plan. Du übst wichtige Bewegungen wiederholt und hast nicht eine ganze Woche Pause zwischen zwei Brust- oder Beintagen.

Ein Ober-/Unterkörperplan würde bei zwei Tagen jeden Bereich nur einmal einplanen. Das kann zu persönlichen Vorlieben passen, ist aber weniger flexibel, wenn ein Tag ausfällt. Für einen unkomplizierten Einstieg würden wir hier den Zwei-Tage-Ganzkörperplan wählen.

TagEinheit
MontagGanzkörper A
DonnerstagGanzkörper B

Drei Tage: Ganzkörper oder ein rollender Zweiersplit

Montag A, Mittwoch B und Freitag A ergeben eine übersichtliche Ganzkörperwoche. In der nächsten Woche geht es mit B, A, B weiter. A und B können ähnliche Bewegungsmuster mit unterschiedlichem Schwerpunkt enthalten.

Möchtest du Ober- und Unterkörper trennen, kannst du ebenfalls weiterrotieren: In Woche eins Ober, Unter, Ober; in Woche zwei Unter, Ober, Unter. Jeder Bereich kommt über zwei Wochen dreimal vor. Das passt, wenn du kürzere, fokussierte Einheiten bevorzugst und nicht jede Woche identisch sein muss.

WocheMontagMittwochFreitag
1OberkörperUnterkörperOberkörper
2UnterkörperOberkörperUnterkörper

Vier Tage: Ober-/Unterkörper verteilt die Arbeit gut

Montag Oberkörper, Dienstag Unterkörper, Donnerstag Oberkörper und Samstag Unterkörper ist eine praktische Aufteilung. Du hast an jedem Trainingstag weniger Bereiche unterzubringen als bei Ganzkörper. Das erleichtert zusätzliche Übungen für einen Schwerpunkt.

Vier Ganzkörpertage sind ebenfalls möglich, verlangen aber eine bewusste Verteilung anspruchsvoller Sätze. Vier harte Kniebeugetage wären etwas anderes als vier unterschiedlich belastende Einheiten. Wenn du zunächst eine einfach verständliche Struktur möchtest, ist Ober-/Unterkörper hier die naheliegende Wahl.

TagEinheit
MontagOberkörper A
DienstagUnterkörper A
DonnerstagOberkörper B
SamstagUnterkörper B

Wo PPL hineinpasst

Bei drei Tagen PPL trainierst du jeden Schwerpunkt einmal pro Woche. Bei vier Tagen kannst du die Reihenfolge fortsetzen: Push, Pull, Legs, Push; die folgende Woche beginnt mit Pull. Dadurch verschieben sich die Wochentage. Sechs Tage erlauben zwei volle Durchläufe, sind aber ein erheblich größerer Alltagsaufwand.

Ein kurzer Vergleich hilft bei der Auswahl. Die Zeiten sind Planungsbeispiele, keine Zusage: Gerätewechsel, Satzanzahl und Pausen können jede Einheit verlängern.

AufteilungPasst besonders zuWorauf du achtest
Ganzkörper2–3 verlässlichen Tagen, etwa 45–65 MinutenMehrere Körperbereiche pro Einheit
Ober-/Unterkörper4 Tagen oder rollierend 3 Tagen, etwa 40–60 MinutenDie Reihenfolge über Wochen fortsetzen
PPLWunsch nach klaren SchwerpunkttagenBei 3 Tagen nur ein Durchlauf; Ausfälle treffen einen Bereich stärker

Was passiert, wenn eine Einheit ausfällt?

Bei Ganzkörper bekommen trotzdem mehrere Bereiche Training, wenn nur zwei statt drei Einheiten klappen. Beim Split fehlt zunächst der vorgesehene Bereich. Setze beim nächsten möglichen Training mit der ausgelassenen Einheit fort, statt sie dauerhaft aus der Woche zu streichen.

Verdopple am Folgetag nicht automatisch alle Sätze. Liegen zwei schwere Einheiten für denselben Bereich plötzlich direkt hintereinander, verschiebe eine oder reduziere die Belastung. Ein Kalender soll dir helfen, regelmäßig zu trainieren, und nicht aus einer vollen Woche eine Nachholjagd machen.

Wähle nach einer normalen Woche

Nimm deine üblichen verfügbaren Tage und eine realistische Dauer pro Einheit. Entscheide dann, welche Übungen und Muskelgruppen dir besonders wichtig sind. Der Split-Finder kann diese Auswahl ordnen; der Plan-Generator liefert anschließend konkrete Einheiten.

Bleibe einige Wochen bei der gewählten Struktur. In LiftPal siehst du, welche Routinen tatsächlich stattfinden und wo Leistungen vorankommen. Wenn du regelmäßig den vierten Tag auslässt, ist ein guter Drei-Tage-Plan meist die bessere praktische Lösung. Die passende Aufteilung ist eine, mit der du kontinuierlich trainieren kannst.

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Quellen

  1. Ramos-Campo et al. (2024): Split Versus Full-Body Resistance Training ↗
  2. ACSM (2026): Updated Resistance Training Guidelines ↗

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