Pläne und Fortschritt

Trainieren mit einer Kurzhantel: zwei Tage ohne Bank

Du besitzt nur eine Kurzhantel? Damit lassen sich Beine, Brust und Rücken trainieren. Dieser Zwei-Tage-Plan zeigt dir einseitige Übungen und wie du beide Körperseiten gleichmäßig belastest.

Aktualisiert 5 Min. Lesezeit
Direkt zum Trainingsplan
Trainingstage
2 pro Woche
Zeit pro Einheit
30–40 Minuten
Ausrüstung
Eine verstellbare Kurzhantel, Matte
Einstieg
Für Anfänger und Wiedereinsteiger

Für wen der Plan passt

Dieser Plan nutzt eine einzelne Hantel, keine improvisierte Möbelstütze. Beim Rudern stützt du den freien Unterarm auf den vorderen Oberschenkel. Für Bodenpressen musst du die Hantel kontrolliert in die Ausgangslage bringen und wieder ablegen können.

Die Einheiten

Die Tabelle zeigt Arbeitssätze. Vorbereitung kommt davor. Bei Angaben pro Seite gehören beide Seiten zu einem Satz; die Pause folgt danach. Falls nötig, pausiere auch kurz beim Seitenwechsel.

Einheit A

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12
    Pause
    2 Minuten
  2. Einarmiges Kurzhanteldrücken am Boden
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12 pro Seite
    Pause
    1–2 Minuten
  3. Einarmiges Rudern mit Abstützen am Oberschenkel
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12 pro Seite
    Pause
    1–2 Minuten
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    1 Minuten

Einheit B

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–10 pro Seite
    Pause
    1–2 Minuten
  2. Einarmiges Rudern mit Abstützen am Oberschenkel
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12 pro Seite
    Pause
    1–2 Minuten
  3. Einarmiges Kurzhanteldrücken am Boden
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    8–12 pro Seite
    Pause
    1–2 Minuten
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    15–25 Sekunden pro Seite
    Pause
    1 Minuten

So passt der Plan in deine Woche

Montag A und Donnerstag B dauern jeweils 30 bis 40 Minuten. Ein Satz einer einarmigen Übung umfasst beide Seiten. Beginne mit der schwächeren Seite, wechsle nach kurzem Sortieren und pausiere anschließend wie angegeben.

TagEinheit
MontagEinheit A
DienstagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
MittwochTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
DonnerstagEinheit B
FreitagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
SamstagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
SonntagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf

So wärmst du dich auf

Nimm dir vor den Arbeitssätzen drei bis fünf Minuten: gehe locker am Platz, bewege Schultern und Hüften und übe die erste Kniebeuge oder Hüftbeuge ohne Last. Mache vor der ersten Druck- und Zugübung einen leichten Probesatz. Bei schweren Hanteln folgen weitere kurze Vorbereitungssätze; sie sollen dich nicht ermüden.

Räume genug Platz frei, sodass Arme und Hanteln nirgendwo anstoßen. Prüfe Boden, Wand und Hantelverschlüsse. Dieser Plan braucht keine improvisierten Tür-, Tisch- oder Möbelanker. Die Zeitangaben sind Richtwerte; verlängere Pausen, wenn Atem oder Kontrolle noch nicht für den nächsten Satz reichen.

Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen

2 × 8–12 bedeutet zwei Sätze mit jeweils acht bis zwölf Wiederholungen. Beende zuerst beide Sätze einer Übung und gehe dann weiter. Bei einseitigen Übungen zählen die Wiederholungen pro Seite. Bei zwei Hanteln notierst du hier deren Gesamtgewicht, bei einer Hantel nur deren Gewicht. Halte die Schreibweise bei späteren Vergleichen gleich.

Die Übungen Schritt für Schritt

  1. Goblet Squat: Halte eine Kurz- oder Kugelhantel nah an der Brust und stehe etwa schulterbreit. Beuge Hüfte und Knie bis zu einer angenehmen Tiefe, Fußsohlen vollständig aufgestellt und Knie in Zehenrichtung. Drücke gleichmäßig über die Füße nach oben.
  2. Einarmiges Kurzhanteldrücken am Boden: Setze dich mit der Hantel nah am Körper hin und bringe sie beim Hinlegen mit beiden Händen kontrolliert über die Brust. Die Füße stehen auf dem Boden. Senke einarmig, bis der Oberarm den Boden sanft berührt, und drücke wieder hoch. Der freie Arm darf seitlich am Boden liegen. Halte den Brustkorb gerade und lege die Hantel nach dem Satz mit beiden Händen sicher ab.
  3. Einarmiges Rudern mit Abstützen am Oberschenkel: Stelle einen Fuß nach vorn und beuge beide Knie leicht. Lege den freien Unterarm auf den vorderen Oberschenkel, schiebe die Hüfte zurück und lasse die Hantel am anderen Arm hängen. Ziehe den Ellenbogen zur Hüfte, ohne den Brustkorb aufzudrehen. Senke ruhig ab und wechsle anschließend die Seite.
  4. Beckenheben: Liege auf dem Rücken, Knie gebeugt und Füße etwa hüftbreit aufgestellt. Hebe die Hüfte durch Druck über die Füße, spanne das Gesäß ohne Hohlkreuz an und senke langsam.
  5. Ausfallschritt rückwärts: Stehe aufrecht und setze einen Fuß nach hinten, ohne die Füße auf eine Linie zu stellen. Beuge beide Knie und drücke dich über den vorderen Fuß zurück; die vordere Ferse bleibt unten. Nutze bei Bedarf eine Stütze.
  6. Seitstütz: Lege dich seitlich hin, Ellenbogen unter der Schulter und Beine übereinander oder versetzt. Hebe die Hüfte in eine gerade Linie und atme ruhig; halte die Schulter stabil und setze zum Erleichtern das untere Knie ab.

Dein Startgewicht finden

Beginne mit einem Gewicht, bei dem die Untergrenze leicht kontrollierbar ist. Für die normalen Arbeitssätze sollten noch ungefähr zwei bis drei saubere Wiederholungen möglich sein. Das heißt: Du könntest sie ohne Schwung und ohne verkürzten Weg ausführen. Wenn du unsicher bist, bleib zunächst leichter. Wähle jede Übung separat; das passende Gewicht beim Rudern ist selten auch das passende Gewicht für Seitheben.

So entwickelst du den Plan weiter

Beim einarmigen Rudern und Bodenpressen macht die stärkere Seite dieselbe Wiederholungszahl wie die schwächere. Erreiche dort in beiden Sätzen beidseits zwölf saubere Wiederholungen, bevor du das Gewicht erhöhst. Für die Beinübungen gilt deren Tabellenobergrenze. Den Seitstütz verlängerst du von 15 bis auf 25 kontrollierte Sekunden pro Seite. Nutze für Rudern, Drücken und Kniebeugen unterschiedliche Einstellungen, wenn nötig.

Beim nächsten Training muss nicht sofort eine schwerere Hantel her. Vielleicht schaffst du bei derselben Übung eine Wiederholung mehr oder stehst beim Ausfallschritt sicherer. Nach vier Wochen lohnt ein Blick zurück auf die ersten Einträge. Und falls du die Abendtrainings ständig verschiebst: Probiere einen anderen Zeitpunkt oder eine kürzere Einheit, die tatsächlich in den Tag passt.

Anpassen, ohne den roten Faden zu verlieren

Ausfallschritte beginnen ohne Zusatzlast; später kannst du die Hantel vor der Brust halten. Wenn sich einarmiges Bodenpressen verdreht anfühlt, wähle stattdessen Knie- oder Wandliegestütze. Eine zweite Hantel spart vor allem Wechselzeit, sie ist kein Pflichtkauf.

Wann du einen Satz beendest

Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.

Beim nächsten Training wissen, was dran ist

Halte deine Einheiten in LiftPal fest: Übungen, Wiederholungen, Gewicht und bei Bedarf die Anstrengung mit RPE. Notiere auch die Variante oder Bandstärke. So erkennst du beim nächsten Training, was zuletzt gut geklappt hat. Deinen Trainingsrhythmus kannst du zusätzlich als Ziel im Alltag verankern.

Direkt ausprobieren

Quellen

  1. ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Healthy Adults ↗
  2. ACSM (2026): Updated resistance training guidance ↗
  3. Plotkin et al. (2022): Progressing repetitions or load in resistance training ↗

Andrea Piacquadio / Pexels

Sharath G. / Pexels

Eva Bronzini / Pexels

Jason Morrison / Pexels

Giovanni Caprio / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.