Für wen dieser Plan gedacht ist
Für Trainierende mit sicherem Rack-Aufbau und wiederholbarer Kniebeugentechnik. Der Plan ist sinnvoll, wenn Kniebeugen deine Priorität sind und du drei Trainingstage erholbar unterbringst. Bankdrücken und Kreuzheben bleiben als ergänzende Hauptübungen erhalten.
Die Einheiten
Die Tabellen zeigen deine Arbeitssätze. Wärme dich für jede Hauptübung mit leichteren Sätzen auf. Bei einseitigen Übungen gelten die Wiederholungen pro Seite. Pausiere zwischen schweren Sätzen drei bis fünf Minuten und bei Bedarf länger.
Montag · Einheit A
- Sätze
- 4
- Wiederholungen / Zeit
- 4
- Pause
- 3–5 Minuten
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 5
- Pause
- 3 Minuten
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 2 Minuten
Mittwoch · Einheit B
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 3
- Pause
- 3 Minuten
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6
- Pause
- 3 Minuten
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 10–15
- Pause
- 1–2 Minuten
Samstag · Einheit C
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 5
- Pause
- 3 Minuten
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 4
- Pause
- 3–5 Minuten
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 2 Minuten
So verteilst du die Einheiten
Trainiere beispielsweise Montag, Mittwoch und Samstag. Die Pause-Kniebeuge am mittleren Tag wird deutlich leichter gewählt; halte unten etwa eine Sekunde Spannung. Beim letzten Trainingstag kommt die Kniebeuge vor dem moderaten Kreuzheben.
Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen
2 × 8–12 heißt: acht bis zwölf Wiederholungen, eine Pause, dann ein zweiter Satz. Bei einer einseitigen Übung gilt die Zahl für jede Seite. Arbeite die Übungen in der angegebenen Reihenfolge ab. Bei Kurzhanteln notierst du hier die Summe beider Hanteln: zweimal 10 kg ergeben 20 kg. Bei einer einzelnen Hantel zählt nur deren Gewicht.
Rack, Ablagen und Vorbereitung
Stelle die Sicherheitsablagen für Kniebeuge und Bankdrücken auf deinen Bewegungsweg ein. Lass dir die Einstellung im Studio zeigen; bei Bedarf kommt eine eingewiesene Hilfsperson dazu. Bei einer pausierten Wiederholung hältst du die Körperspannung aufrecht. Die kurze Pause ist eine Technikaufgabe, kein Ablegen des Gewichts auf dem Körper.
Bewege dich zum Start einige Minuten locker. Mache anschließend ein bis zwei leichte Aufwärmsätze der ersten Bein- und Druckübung. So übst du die Bewegung und näherst dich deinem Trainingsgewicht. Bei einer neuen Übung weiter hinten im Plan hilft ebenfalls ein leichter Probesatz.
Die richtige Last für diesen Plan
Beginne bei einer unbekannten Übung bewusst leicht. Probiere bei Bewegungen mit Wiederholungen das untere Ende des jeweiligen Bereichs und schätze ein, ob noch mindestens vier saubere Wiederholungen möglich wären. Falls ja, teste nach einer Pause eine kleine Gewichtsstufe mehr. Für die Arbeitssätze wählst du eine Last mit zwei bis drei Wiederholungen Reserve. Bei Halteübungen beginnst du mit der kürzesten angegebenen Zeit und einer Variante, in der du ruhig atmen und die Position halten kannst.
Die letzten Wiederholungen dürfen anstrengend sein, sollen aber noch wie die ersten aussehen. Musst du Schwung holen oder die Bewegung abkürzen, ist das Gewicht zu hoch. Am Anfang darfst du dich an die passende Last herantasten. Schreib auch die Sitzhöhe und den Griff auf: Beim nächsten Besuch ist das Gerät dann schnell wieder eingestellt.
So steigerst du diesen Plan
Die schwere Kniebeuge bleibt bei ungefähr zwei Wiederholungen Reserve, die beiden anderen Varianten bei mindestens drei. Kleine Lastschritte zählen nur bei gleicher Tiefe. Wenn der letzte Tag dauerhaft leidet, reduziere einen Satz der Pause-Variante und prüfe die nächste Woche erneut.
Bei einer festen Wiederholungszahl wie 2 × 5 bleibt das Ziel in allen Sätzen gleich. Wähle das Gewicht so, dass du dieses Ziel ohne erzwungene Wiederholungen erreichst. Für Übungen mit einem Bereich sammelst du zunächst Wiederholungen bis zum oberen Ende. Erst wenn alle Sätze gelingen, prüfst du eine kleine Laststeigerung.
So kommst du bei einem Stillstand weiter
- Vergleiche deine letzten drei bis vier Einheiten mit dieser Übung. Achte auf gleiche Ausführung und ähnliche Satzpausen.
- Warst du müde oder hast du kürzer pausiert? Wiederhole das Gewicht nach einem erholsameren Tag mit den vorgesehenen Pausen.
- Bleiben die Wiederholungen über mehrere vergleichbare Einheiten gleich, gehe eine kleine Gewichtsstufe zurück und baue von dort erneut auf.
- Werden mehrere Übungen zugleich schlechter und du fühlst dich dauerhaft müde, halbiere für eine Woche die Arbeitssätze. Danach steigst du wieder in den gewohnten Umfang ein.
Wann du einen Satz beendest
Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.
Nach vier Wochen entscheiden
Manchmal bleibt die Zahl auf der Hantel gleich, während die Wiederholungen deutlich sicherer werden. Beides gehört in deinen Rückblick nach vier Wochen: Was bewegst du, und wie gelingt es dir? Bleibt die Technik vergleichbar und wird die Last leichter, hast du einen guten Ausgangspunkt für die nächste Steigerung. Wenn ein Trainingstag ständig mit Arbeit oder Familie kollidiert, verschiebe ihn. Dafür brauchst du keinen völlig neuen Plan.
Direkt ausprobieren
Quellen
- ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Muscle Function, Hypertrophy, and Physical Performance in Healthy Adults ↗
- Zourdos et al. (2016): Repetitions-in-reserve RPE scale ↗
- International Powerlifting Federation: Technical Rules, effective 1 March 2026 ↗
Giovanni Caprio / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
Andrea Piacquadio / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
sumsum / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.




