Für wen der Plan passt
Der Plan setzt voraus, dass du mehrere Klimmzüge und Dips ohne Zusatzlast kontrolliert wiederholen kannst. Sechs bis acht Wiederholungen mit etwas Reserve sind ein brauchbarer praktischer Ausgangspunkt. Plane 45 bis 65 Minuten und prüfe Befestigung, freie Hantelbewegung und den sicheren Auf- und Abstieg vor dem Training.
Die Einheiten
Führe die Übungen in dieser Reihenfolge aus. Die angegebenen Sätze zählen nach dem Aufwärmen; zwischen den Sätzen hältst du die jeweilige Pause ein.
Einheit A
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 4–6
- Pause
- 3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6–8
- Pause
- 3 min
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 2–3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 2 min
Einheit B
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 4–6
- Pause
- 3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6–8
- Pause
- 3 min
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 8–10
- Pause
- 2–3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 20–30 Sekunden pro Seite
- Pause
- 1 min
Einheit C
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6–10
- Pause
- 2–3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6–10
- Pause
- 2–3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12 pro Seite
- Pause
- 2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 2 min
So verteilst du dein Training über die Woche
Montag A, Mittwoch B und Freitag C. A priorisiert schwere Klimmzüge, B schwere Dips. C bleibt ohne Zusatzgewicht und endet mit Reserve. Vergleiche nur gleiche Tagesvarianten miteinander. Fällt B aus, folgt B beim nächsten Training; drei Einheiten müssen dafür nicht in drei aufeinanderfolgende Tage rutschen.
So wärmst du dich auf
Bereite Schultern und Ellenbogen mit leichten Zug- und Stützbewegungen vor. Nach einem lockeren Satz ohne Zusatzlast probierst du eine kleine Last, etwa 2,5 kg, sofern damit vier saubere Wiederholungen und zwei weitere in Reserve möglich sind. Trage nur das Zusatzgewicht ins entsprechende Feld ein; Körpergewicht und Wiederholungen gehören zum Kontext. Bei Dips zählt ein kontrollierter, für dich beschwerdefreier Bewegungsumfang.
Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen
2 × 8–12 heißt: acht bis zwölf Wiederholungen, eine Pause, dann ein zweiter Satz. Bei einer einseitigen Übung gilt die Zahl für jede Seite. Arbeite die Übungen in der angegebenen Reihenfolge ab. Bei Kurzhanteln notierst du hier die Summe beider Hanteln: zweimal 10 kg ergeben 20 kg. Bei einer einzelnen Hantel zählt nur deren Gewicht.
Mehr Wiederholungen, dann mehr Gewicht
Ein Beispiel für die schweren Klimmzüge: +2,5 kg bei 4/4/4, später 5/5/4 und schließlich 6/6/6. Erreichst du sechs in allen Sätzen mit Reserve, probiere +3,75 oder +5 kg und beginne wieder bei vier. Große Scheibensprünge sind kein Muss. Am leichteren Tag sammelst du gute Wiederholungen, ohne aus jedem Satz einen Test bis zum Versagen zu machen. Verändere Zusatzgewicht und Körpergewicht beim Vergleich nicht unbemerkt gleichzeitig.
Wenn du eine Übung austauschen möchtest
Ersetzt mehr Schwung die letzte Wiederholung, bleibt die Last gleich oder sinkt. Bei fehlenden kleinen Scheiben lässt sich zunächst eine Wiederholung in einem Satz ergänzen. Wenn Zusatzlast die Position verschlechtert, nimm sie heraus und nutze die freie Variante. Fällt die Leistung an zwei Haupttagen deutlich, kürze zunächst C um je einen Satz oder lasse ihn in dieser Woche aus. Beinarbeit und Zug-/Druckschwerpunkt bleiben erhalten.
So kommst du bei einem Stillstand weiter
- Vergleiche deine letzten drei bis vier Einheiten mit dieser Übung. Achte auf gleiche Ausführung und ähnliche Satzpausen.
- Warst du müde oder hast du kürzer pausiert? Wiederhole das Gewicht nach einem erholsameren Tag mit den vorgesehenen Pausen.
- Bleiben die Wiederholungen über mehrere vergleichbare Einheiten gleich, gehe eine kleine Gewichtsstufe zurück und baue von dort erneut auf.
- Werden mehrere Übungen zugleich schlechter und du fühlst dich dauerhaft müde, halbiere für eine Woche die Arbeitssätze. Danach steigst du wieder in den gewohnten Umfang ein.
Wann du einen Satz beendest
Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.
Was sich nach vier Wochen verändert hat
Vielleicht fühlt sich die Last vom ersten Training inzwischen leichter an, du schaffst mehr Wiederholungen oder hältst deine Technik sicherer. Schau nach vier Wochen auf den ersten und den jüngsten Eintrag derselben Übung. Daran erkennst du, wo du vorangekommen bist. Läuft das Training gut und passen die Tage in deinen Alltag, kannst du den Plan fortsetzen. Fällt regelmäßig derselbe Trainingstag aus, verschiebe ihn oder wähle weniger Einheiten pro Woche.
Beim nächsten Training wissen, was dran ist
Mit LiftPal hältst du Zusatzgewicht, Wiederholungen und RPE (deine eingeschätzte Satzanstrengung) deiner Hauptsätze fest. Im Verlauf erkennst du, ob der nächste Lastschritt zur tatsächlichen Leistung passt.
Direkt ausprobieren
Quellen
- ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Healthy Adults ↗
- Zourdos et al. (2016): Repetitions-in-reserve RPE scale ↗
Ketut Subiyanto / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
Ali Alcántara / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.




