Trainingsarten

HYROX Doubles: So teilt ihr die Stationen sinnvoll auf

Du läufst besser, dein Partner bewegt den Schlitten leichter. Genau daraus kann ein gutes HYROX-Team werden. Entscheidend ist, wie ihr nach einer Station gemeinsam weiterlauft. Hier entwickelt ihr eine Aufteilung, die eure Stärken nutzt und sich im Training überprüfen lässt.

Aktualisiert 4 Min. Lesezeit

Erst das gemeinsame Lauftempo finden

Bei Doubles laufen beide alle acht Kilometer. Ihr bleibt auf den Laufabschnitten zusammen und betretet sowie verlasst die Stationen gemeinsam. Die Stationsarbeit wird geteilt; grundsätzlich arbeitet jeweils eine Person. Grundlage hier ist das offizielle Regelbuch 2026/27, geprüft am 9. Oktober 2026.

Probiert zunächst einen Kilometer in einem Tempo, das beide nach einer Station noch laufen können. Die schnellere Person kann das gemeinsame Tempo halten und kurze Absprachen übernehmen. Vorzulaufen, um Zeit gutzumachen, hilft euch als Team nicht. Haltet vorher fest, ob ihr vor allem zusammen ankommen oder eine bestimmte Zielzeit anstreben wollt.

Strategie 1: Du läufst besser, dein Partner ist stärker

Nennen wir euch A und B: A kann schneller laufen, B schiebt den Schlitten deutlich ruhiger. Dann kann B einen größeren Anteil der Schlittenbahnen übernehmen. A übernimmt dafür beispielsweise mehr SkiErg-Meter oder Wall Balls, sofern die Technik auch unter Belastung stabil bleibt. Diese Rollen müssen nicht an jeder Station gleich sein.

Ein erster Versuch wäre am Schlitten drei Bahnen für B und eine für A. Danach zählt, ob B wieder ins gemeinsame Lauftempo findet. Verliert ihr auf dem folgenden Kilometer deutlich mehr Zeit, als die Aufteilung an der Station spart, gebt A beim nächsten Versuch eine zusätzliche Bahn. Die Kraftleistung allein entscheidet noch nicht über eure beste Rennaufteilung.

Strategie 2: Ähnliche Laufleistung, unterschiedliche Reserven

Laufen beide ähnlich schnell, aber A wird bei längeren Arbeitsblöcken rasch langsam, versucht kürzere Wechsel. Bei Wall Balls könntet ihr mit zehn Wiederholungen pro Block starten. Beim SkiErg lassen sich beispielsweise vier Abschnitte zu je 250 Metern abwechseln. Das sind Trainingsversuche, keine verpflichtende Aufteilung.

Beobachtet auch die Wechselzeit. Sechs zusätzliche Wechsel können einen kleinen Tempovorteil aufbrauchen. Bietet B über längere Abschnitte ein ruhiges Tempo, können ungleiche Blöcke besser passen: etwa A zehn, B fünfzehn Wall Balls, viermal hintereinander. Das ergibt zusammen 100 Wiederholungen und verteilt sie auf A 40 und B 60.

Eure Stationskarte für die nächste Probe

Tragt vor der Einheit die geplanten Anteile ein. Danach ergänzt ihr tatsächliche Anteile, Stationszeit und Zeit des folgenden Kilometers. Lasten und Zielhöhen hängen von eurer Division ab; entnehmt sie dem aktuellen Regelbuch und eurer Startklasse.

StationGesamtaufgabeVorher festlegen
SkiErg1.000 mWer beginnt; geplante Meter pro Block
Sled Push50 m, vier Bahnen à 12,5 mBahnaufteilung und Startperson
Sled Pull50 m, vier Bahnen à 12,5 mBahnaufteilung; Abläufe vorher üben
Burpee Broad Jumps80 mWechselzeichen und Übergabepunkt
Rudern1.000 mAufteilung nach Klärung der Wechselregel
Farmers Carry200 mTragestrecken und Griffreserve
Sandbag Lunges100 mAbschnitte und kontrollierte Übergabe
Wall Balls100 WiederholungenBlockgrößen, Startperson und laufende Gesamtzahl
Eure Aufteilung zum Ausfüllen

Haltet für jede Station eure Anteile fest. Nach der Probe ergänzt ihr Zeit, tatsächliche Arbeit und die Änderung für den nächsten Versuch.

SkiErg
Sled Push
Sled Pull
Burpee Broad Jumps
Rudern
Farmers Carry
Sandbag Lunges
Wall Balls

Fülle die Felder für deinen Versuch aus. Speichere deine Notizen vor dem Verlassen als Textdatei. Deine Angaben werden nicht übertragen.

Die Karte beschreibt eure Planung. Beim Rudern widersprechen sich im geprüften PDF das Wechselbeispiel in Abschnitt 7.2 und die Ausstiegsformulierung in 8.5. Klärt den Ablauf vor dem Start mit dem Veranstalter. Für alle Stationen gelten deren jeweilige Bewegungs- und Wechselregeln.

Wechsel üben, bevor sie dringend werden

Vereinbart ein kurzes Signal wie „noch zwei“ und „Wechsel“. Wer pausiert, verfolgt die Wiederholungen und bereitet sich auf die nächste Übernahme vor. So müsst ihr keine langen Entscheidungen treffen, während eine Person bereits kaum noch weiterkommt.

Übt die Übergaben regelgerecht. Bei Lunges darf der Sandsack nicht zum Entlasten abgelegt und nicht nach vorne weitergegeben werden. Bei Wall Balls ist ein fliegender Wechsel aus Wurf und Auffangen in der nächsten Kniebeuge nicht erlaubt. Die pausierende Person bleibt auf den Füßen. Besprecht unklare Details im Briefing, bevor ihr sie im Rennen improvisiert.

Vergleicht Station und anschließenden Lauf zusammen

Nehmt für die erste Probe zwei Stationen, die ihr bereits beherrscht, und jeweils einen anschließenden Kilometer. Die gleiche Last, Strecke und Reihenfolge machen den nächsten Versuch vergleichbarer. Notiert zusätzlich, wie anstrengend es für jede Person war, etwa auf einer Skala von null bis zehn.

Beispiel: Eine Aufteilung spart 20 Sekunden an der Station, kostet danach aber 35 Sekunden beim gemeinsamen Lauf. Für diesen Abschnitt seid ihr insgesamt 15 Sekunden langsamer. Verändert beim nächsten Versuch nur die Anteile an dieser Station. Ihr müsst dafür nicht jedes Mal einen ganzen Wettkampf simulieren.

Aus der Probe wird euer Plan

Nach zwei oder drei vergleichbaren Versuchen kennt ihr die Aufteilungen, mit denen ihr ruhig weiterkommt. Schreibt Startperson, Blockgröße und eine kürzere Ersatzaufteilung auf. Wenn aus geplanten 15 Wall Balls nur zehn saubere werden, ist „ab jetzt Zehnerblöcke“ eine klare gemeinsame Entscheidung.

Im Krafttraining könnt ihr die passenden Übungen über mehrere Wochen weiterentwickeln. LiftPal hält Gewichte und Wiederholungen fest, während eure gemeinsame Stationskarte die Rennabsprache dokumentiert. Zum letzten Training vor dem Start gehört auch, das aktuelle Briefing und die Stationswege anzusehen.

Direkt ausprobieren

Quellen

  1. HYROX Doubles Rulebook, season 2026/27, sections 7–8 ↗
  2. Brandt et al. (2025): Acute physiological responses and performance determinants in HYROX ↗

stu_spivack, Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.

Andrea Musto / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.

Jason Morrison / Pexels