Kopf & Alltag

Was bringt Gehirnjogging wirklich? Das sagen Studien

Du wirst in einem Gedächtnisspiel besser. Aber merkst du dir dadurch auch leichter Namen oder den Inhalt eines Gesprächs? Genau diese Frage untersuchen Studien zum Gehirnjogging. Hier erfährst du, welche Fortschritte gut belegt sind, wo die Grenzen liegen und wie du deine eigenen Ergebnisse lesen kannst.

LiftPal App-Ansicht passend zum Ratgeberthema

Im Spiel besser werden: Was dahintersteckt

Du findest dich schneller zurecht, erkennst Muster früher und machst weniger Fehler. Vielleicht hast du eine Strategie entdeckt, mit der du dir fünf Positionen zuverlässig merken kannst. Das ist ein Fortschritt in der Aufgabe, die du übst.

Interessant wird es bei der nächsten Frage: Hilft dir das auch bei einer anderen Aufgabe oder im Alltag? Diesen Übergang nennen Forschende Transfer. Davon hängt ab, wie weit die Versprechen einer Gehirnjogging-App reichen dürfen.

Was die Übersicht von Simons zeigt

Simons und Kollegen untersuchten 2016, ob Übungserfolge aus Denkspielen auch bei anderen Aufgaben helfen. Am besten belegt war, dass Menschen in den Aufgaben besser wurden, die sie regelmäßig übten. Für Verbesserungen bei deutlich anderen Aufgaben und im Alltag fanden sie dagegen wenig überzeugende Belege. [1]

Was bei älteren Erwachsenen untersucht wurde

Die Übersicht von Nguyen und Kollegen aus dem Jahr 2022 betrachtet kommerzielle Gehirnjogging-Programme bei älteren Erwachsenen. Die Teilnehmenden verbesserten sich leicht bei Aufgaben, die dem Training ähnelten. Bei gemessenen Fähigkeiten im Alltag ließ sich ein Nutzen nicht sicher nachweisen. Das ist wichtig für die Einordnung: Die Untersuchung betrifft ältere Erwachsene und unterscheidet zwischen dem Erfolg einer Denkaufgabe und dem Bewältigen des Alltags. [2]

So vergleichst du deine Ergebnisse sinnvoll

Betrachte Tempo und Genauigkeit gemeinsam. Ein Beispiel: Beim ersten Versuch beantwortest du 18 von 20 Aufgaben in 60 Sekunden richtig, beim nächsten alle 20 in derselben Zeit. Das ist leichter einzuordnen als ein höherer Punktwert bei gleichzeitig geänderter Schwierigkeit.

  • Vergleiche dieselbe Übung und Schwierigkeitsstufe.
  • Prüfe Fehler und benötigte Zeit zusammen.
  • Schau auf mehrere Durchgänge. Ein einzelner Bestwert beschreibt nur einen Versuch.
  • Notiere die Strategie, die dir geholfen hat, etwa Positionen in kleine Gruppen einzuteilen.

Was möchtest du im Alltag besser können?

Geht es dir darum, Namen zu behalten, lohnt es sich, Namen im Gespräch bewusst zu wiederholen und beim nächsten Treffen abzurufen. Möchtest du mehr vom Lesen behalten, übe genau das: Buch zu, Hauptgedanken in eigenen Worten erzählen. So arbeitest du mit den Informationen, die dir wichtig sind.

Ein Denkspiel kann daneben eine unterhaltsame Pause sein. Such dir eine Aufgabe, die dir Spaß macht, und lerne ihre Regeln in Ruhe kennen. Wenn sie leicht wird, probiere eine schwierigere Stufe.

Eine kurze Denkpause mit LiftPal

LiftPal enthält 40 Denkaufgaben zu Gedächtnis, Fokus, Logik und Tempo. Zwölf sind kostenlos. Daily Flow stellt dir eine Folge anhand deiner bisherigen Übungen und Ergebnisse zusammen. Im Verlauf kannst du wiederholte Durchgänge vergleichen.

In derselben App kannst du dein Krafttraining protokollieren und Alltagsziele festhalten. Zum Beispiel: nach dem Workout die Sätze speichern und abends eine kurze Flow-Runde spielen. Deine Trainingseinheiten und Denkaufgaben bleiben jeweils im passenden Verlauf sichtbar.

Kurz beantwortet

Fragen zu Gehirnjogging

Woran erkenne ich Fortschritte?

An einer vergleichbaren Aufgabe: weniger Fehler, mehr korrekt gelöste Aufgaben oder dieselbe Genauigkeit in kürzerer Zeit. Halte dabei die Schwierigkeit konstant.

Wie lange sollte eine Runde dauern?

Plane zum Einstieg etwa fünf Minuten ein. Das reicht, um eine Aufgabe kennenzulernen und erste Versuche zu vergleichen. Wähle anschließend eine Dauer, in der du aufmerksam bleibst und die du gern wieder in deinen Tag einbaust.

Sind LiftPal-Werte ein Intelligenztest?

Die Werte beschreiben deine Aktivitäten und Ergebnisse innerhalb von LiftPal. XP zeigen Aktivität, der Flow Score fasst interne Spielergebnisse zusammen. Für einen IQ-Wert sind sie nicht ausgelegt.

Quellen

Studien und Quellen

[1] ist eine Übersicht zu Transfer aus kognitiven Aufgaben. [2] untersucht kommerzielle Programme bei älteren Erwachsenen und erschien online 2021, im Zeitschriftenband 2022. Beide Arbeiten untersuchen LiftPal nicht. Die Beispiele zur Ergebnisauswertung stammen von der LiftPal-Redaktion.

  1. 1. Systematische Übersichtsarbeit2016

    Do "Brain-Training" Programs Work?

    Simons et al. · Psychological Science in the Public Interest

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  2. 2. Metaanalyse2022

    A Game a Day Keeps Cognitive Decline Away? A Systematic Review and Meta-Analysis of Commercially-Available Brain Training Programs in Healthy and Cognitively Impaired Older Adults

    Nguyen et al. · Neuropsychology Review

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  3. 3. Produktdokumentation2026

    LiftPal Funktionen: Training, Flow und Wombat

    LiftPal · LiftPal Produktdokumentation

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