Pläne und Fortschritt

Home-Workout ohne Geräte: drei Tage, klare Fortschritte

Zu Hause trainieren, ohne erst Geräte zu kaufen? Dieser Drei-Tage-Plan nutzt dein Körpergewicht für Beine, Drückbewegungen und Rumpf und zeigt dir, wie du die Übungen schwieriger machst.

Aktualisiert 5 Min. Lesezeit
Direkt zum Trainingsplan
Trainingstage
3 pro Woche
Zeit pro Einheit
20–30 Minuten
Ausrüstung
Matte und feste Wand
Einstieg
Für Anfänger und Wiedereinsteiger

Für wen der Plan passt

Dieser Plan passt, wenn du auf dem Boden trainieren kannst und für drei kurze Trainingstage bereit bist. Er belastet Beine, Brust und Rumpf. Für gezieltes Rückentraining fehlt ohne Zuggerät ein wichtiger Baustein; die Ergänzung steht weiter unten.

Die Einheiten

Die Tabelle zeigt Arbeitssätze. Vorbereitung kommt davor. Bei Angaben pro Seite gehören beide Seiten zu einem Satz; die Pause folgt danach. Falls nötig, pausiere auch kurz beim Seitenwechsel.

Einheit A

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    1 Minuten
  2. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–12
    Pause
    1–2 Minuten
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    1 Minuten
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–8 pro Seite
    Pause
    1 Minuten

Einheit B

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–10 pro Seite
    Pause
    1–2 Minuten
  2. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–12
    Pause
    1–2 Minuten
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–8 pro Seite
    Pause
    1 Minuten
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    12–20
    Pause
    1 Minuten

Einheit C

  1. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    1 Minuten
  2. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–12
    Pause
    1–2 Minuten
  3. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15
    Pause
    1 Minuten
  4. Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–8 pro Seite
    Pause
    1 Minuten

So passt der Plan in deine Woche

In Woche eins trainierst du Montag A, Mittwoch B und Freitag C. C wiederholt bewusst A. In Woche zwei tauscht du die Reihenfolge zu B, A, B. Zwischen den Trainingstagen liegt jeweils ein freier Tag.

TagEinheit
MontagEinheit A
DienstagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
MittwochEinheit B
DonnerstagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
FreitagEinheit C
SamstagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf
SonntagTrainingsfrei; lockere Bewegung nach Bedarf

So wärmst du dich auf

Nimm dir vor dem Training drei bis fünf Minuten. Gehe locker am Platz und bewege Schultern und Hüften. Probiere danach die ersten Bewegungen aus der Tabelle mit wenigen langsamen Wiederholungen. Für Liegestütze kannst du zum Vorbereiten die Wand nutzen. Die Probesätze sollen dich mit den Bewegungen vertraut machen und dir Kraft für die eigentliche Einheit lassen.

Räume so viel Platz frei, dass du Arme und Beine ausstrecken kannst. Der Boden soll trocken und rutschfest sein; eine Matte darf beim Abstützen nicht wegrutschen. Lege den Timer griffbereit hin. Die Zeitangaben lassen Raum für Pausen: Starte den nächsten Satz, wenn du wieder ruhig und kontrolliert arbeiten kannst.

Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen

2 × 8–12 bedeutet zwei Sätze mit jeweils acht bis zwölf Wiederholungen. Beende beide Sätze einer Übung, bevor du zur nächsten gehst. Bei Angaben pro Seite gehören links und rechts jeweils dazu. Zeiten wie 20 Sekunden beschreiben einen Halt. Notiere Wiederholungen oder Sekunden und die verwendete Variante, etwa Liegestütze an der Wand oder auf den Knien.

Die Übungen Schritt für Schritt

  1. Kniebeuge ohne Gewicht: Stelle die Füße etwa hüftbreit auf und verteile das Gewicht über den ganzen Fuß. Beuge Hüfte und Knie wie beim Hinsetzen und richte dich wieder auf; halte die Fersen am Boden und wähle eine angenehme Tiefe.
  2. Liegestütz auf den Knien: Setze die Hände etwas weiter als schulterbreit auf und lege die Knie auf eine Matte. Senke die Brust zwischen die Hände, halte Schultern, Hüfte und Knie in einer Linie und drücke dich ohne Hohlkreuz hoch.
  3. Beckenheben: Liege auf dem Rücken, Knie gebeugt und Füße etwa hüftbreit aufgestellt. Hebe die Hüfte durch Druck über die Füße, spanne das Gesäß ohne Hohlkreuz an und senke langsam.
  4. Dead Bug: Lege dich auf den Rücken mit Armen nach oben und Hüften und Knien ungefähr rechtwinklig gebeugt. Strecke langsam einen Arm und das gegenüberliegende Bein, kehre zurück und wechsle; halte den Rumpf ruhig und verkürze die Bewegung, wenn der untere Rücken abhebt.
  5. Ausfallschritt rückwärts: Stehe aufrecht und setze einen Fuß nach hinten, ohne die Füße auf eine Linie zu stellen. Beuge beide Knie und drücke dich über den vorderen Fuß zurück; die vordere Ferse bleibt unten. Nutze bei Bedarf eine Stütze.
  6. Bird Dog: Starte auf Händen unter den Schultern und Knien unter der Hüfte. Strecke einen Arm vor und das gegenüberliegende Bein zurück, ohne das Becken zu drehen; führe langsam zurück und wechsle die Seite.
  7. Wadenheben stehend: Stehe aufrecht mit fest abgestützten Fußballen und halte dich bei Bedarf an einer stabilen Stütze fest. Hebe die Fersen über die Fußballen an und senke sie langsam, ohne die Knöchel nach innen oder außen kippen zu lassen.

Dein Startgewicht finden

Wähle eine Variante, bei der du die Untergrenze schaffst und noch etwa zwei bis drei saubere Wiederholungen übrig hättest. Bei Liegestützen kann das zunächst die Wand sein. Halteübungen enden, bevor du die Position verlierst oder die Luft anhalten musst. Du brauchst keinen Satz bis zum Zusammenbrechen, um eine passende Schwierigkeit zu finden.

So entwickelst du den Plan weiter

Erreiche erst die Obergrenze in beiden Sätzen. Wechsle dann beispielsweise vom Knie- zum normalen Liegestütz und starte mit weniger Wiederholungen. Beim Hüftheben kannst du zur einbeinigen Variante wechseln. Kniebeugen bleiben zunächst unverändert; Ausfallschritte bieten bereits eine schwierigere Beinaufgabe.

Fortschritt kann heißen, dass du eine Bewegung ruhiger ausführst, mehr Wiederholungen schaffst oder nach derselben Einheit weniger außer Atem bist. Schau nach vier Wochen auf deine ersten Einträge und erinnere dich, was sich anfangs noch ungewohnt angefühlt hat. Wenn du die Abendtrainings ständig verschiebst, probiere einen anderen Zeitpunkt oder eine kürzere Einheit. Ein Plan hilft dir vor allem dann, wenn er regelmäßig Platz in deinem Tag findet.

Anpassen, ohne den roten Faden zu verlieren

Nutze Wandliegestütze, wenn Knievarianten noch zu schwer sind. Bei Ausfallschritten darf eine Hand leicht die Wand berühren. Werden 15 Kniebeugen sehr leicht, ist zusätzliche Last meist praktischer als immer längere Sätze.

Ohne Geräte fehlt eine gut steigerbare Zugbewegung für Rücken und Arme. Bird Dog, Plank und Hüftheben trainieren andere Aufgaben und ersetzen kein Rudern. Wenn du das ergänzen möchtest, nutze ein langes Band für Rudern unter den Füßen, Kurzhanteln oder eine dafür ausgelegte, korrekt montierte Zugstation. Befestige dafür nichts an einer beliebigen Tür oder einem Tisch.

Wann du einen Satz beendest

Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.

Beim nächsten Training wissen, was dran ist

Halte deine Einheiten in LiftPal fest: Übungen, Wiederholungen, Gewicht und bei Bedarf die Anstrengung mit RPE. Notiere auch die Variante oder Bandstärke. So erkennst du beim nächsten Training, was zuletzt gut geklappt hat. Deinen Trainingsrhythmus kannst du zusätzlich als Ziel im Alltag verankern.

Direkt ausprobieren

Quellen

  1. ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Healthy Adults ↗
  2. ACSM (2026): Updated resistance training guidance ↗
  3. Plotkin et al. (2022): Progressing repetitions or load in resistance training ↗

Maksim Goncharenok / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.

Sharath G. / Pexels

MART PRODUCTION / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.

Eva Bronzini / Pexels

Jason Morrison / Pexels