Für wen der Plan passt
Vier Übungen und acht Arbeitssätze bringen Beine, Oberkörper und Rumpfstabilität in ein kompaktes Training. Du brauchst zwei oder drei Trainingstage pro Woche und einen freien Kurzhantelbereich. Rund 30 Minuten sind realistisch, sobald dir Aufbau und Übungen vertraut sind. Plane bei den ersten Einheiten etwas mehr Zeit zum Lernen ein.
Die Einheiten
Führe die Übungen in dieser Reihenfolge aus. Die angegebenen Sätze zählen nach dem Aufwärmen; zwischen den Sätzen hältst du die jeweilige Pause ein.
Einheit A
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 1,5–2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 1,5–2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12 pro Seite
- Pause
- 1,5–2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–10
- Pause
- 1,5–2 min
Einheit B
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–10 pro Seite
- Pause
- 1,5–2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 1,5–2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12 pro Seite
- Pause
- 1,5–2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 10–15
- Pause
- 1–2 min
Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen
2 × 8–12 heißt: acht bis zwölf Wiederholungen, eine Pause, dann ein zweiter Satz. Bei einer einseitigen Übung gilt die Zahl für jede Seite. Arbeite die Übungen in der angegebenen Reihenfolge ab. Bei Kurzhanteln notierst du hier die Summe beider Hanteln: zweimal 10 kg ergeben 20 kg. Bei einer einzelnen Hantel zählt nur deren Gewicht.
So verteilst du dein Training über die Woche
Bei zwei Trainingstagen machst du A und B, etwa Dienstag und Freitag. Bei drei Tagen trainierst du A/B/A und in der nächsten Woche B/A/B. Lass zwischen den Trainingstagen mindestens einen freien Tag. In einer vollen Woche kannst du einfach bei zwei Einheiten bleiben.
Warum die Einheiten so aufgebaut sind
Mit Kniebeugen oder Ausfallschritten, Drücken, Rudern und Hüftstreckung deckst du die wichtigsten Kraftbewegungen ab. Wenige Gerätewechsel sparen Zeit. Die Satzpausen helfen dir, auch bei der nächsten Übung kraftvoll und kontrolliert zu trainieren.
Die ersten beiden Wochen
Richte deine Gewichte vor Beginn sinnvoll bereit und halte die Gerätewechsel klein. Wenn du die Übungen sicher beherrschst, kannst du Drücken und Rudern abwechseln: erst ein Drucksatz, kurz erholen, dann ein Zugsatz, erneut erholen. Jede Übung bekommt dadurch weiter Pause. Wenn die Zeit knapp wird, lass den letzten Satz der letzten Übung weg.
So können die 30 Minuten aussehen
| Zeit | Aufgabe |
|---|---|
| 0–5 min | Locker bewegen, leichte Vorbereitungssätze |
| 5–12 min | Erste Beinübung mit ihren Pausen |
| 12–23 min | Drücken und Ziehen; bei Erfahrung abwechselnd |
| 23–30 min | Hüftstreckung und Einträge abschließen |
So wärmst du dich auf
Bewege dich zum Start einige Minuten locker. Mache anschließend ein bis zwei leichte Aufwärmsätze der ersten Bein- und Druckübung. So übst du die Bewegung und näherst dich deinem Trainingsgewicht. Bei einer neuen Übung weiter hinten im Plan hilft ebenfalls ein leichter Probesatz.
Dein Startgewicht finden
Beginne bei einer unbekannten Übung bewusst leicht. Probiere bei Bewegungen mit Wiederholungen das untere Ende des jeweiligen Bereichs und schätze ein, ob noch mindestens vier saubere Wiederholungen möglich wären. Falls ja, teste nach einer Pause eine kleine Gewichtsstufe mehr. Für die Arbeitssätze wählst du eine Last mit zwei bis drei Wiederholungen Reserve. Bei Halteübungen beginnst du mit der kürzesten angegebenen Zeit und einer Variante, in der du ruhig atmen und die Position halten kannst.
Die letzten Wiederholungen dürfen anstrengend sein, sollen aber noch wie die ersten aussehen. Musst du Schwung holen oder die Bewegung abkürzen, ist das Gewicht zu hoch. Am Anfang darfst du dich an die passende Last herantasten. Schreib auch die Sitzhöhe und den Griff auf: Beim nächsten Besuch ist das Gerät dann schnell wieder eingestellt.
Mehr Wiederholungen, dann mehr Gewicht
Das Zahlenbeispiel zeigt einarmiges Kurzhantelrudern. Das Gewicht gilt für eine Hantel und die Wiederholungen für jeden Arm.
Steigere zunächst die Wiederholungen bei gleichem Gewicht. Sobald du in allen Sätzen das obere Ende des Bereichs mit sauberer Technik und etwa zwei Wiederholungen Reserve erreichst, erhöhst du um die kleinste verfügbare Gewichtsstufe. Danach beginnst du wieder am unteren Ende des Wiederholungsbereichs.
| Training mit dieser Übung | Gewicht | Satz 1 / Satz 2 | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| 1 | 25 kg | 8 / 8 | Gleiche Last wiederholen |
| 2 | 25 kg | 10 / 9 | Weiter Wiederholungen sammeln |
| 3 | 25 kg | 12 / 12 | Kleinste Stufe mehr probieren |
| 4 | 27,5 kg | 8 / 8 | Mit der neuen Last üben |
Schaffst du mit dem höheren Gewicht die Mindestzahl noch nicht, nutze eine kleinere Steigerung oder bleibe vorerst beim bisherigen Gewicht. Bei Halteübungen verlängerst du zuerst die Haltezeit innerhalb des angegebenen Bereichs. Danach wählst du eine schwierigere Variante.
So kommst du bei einem Stillstand weiter
- Vergleiche deine letzten drei bis vier Einheiten mit dieser Übung. Achte auf gleiche Ausführung und ähnliche Satzpausen.
- Warst du müde oder hast du kürzer pausiert? Wiederhole das Gewicht nach einem erholsameren Tag mit den vorgesehenen Pausen.
- Bleiben die Wiederholungen über mehrere vergleichbare Einheiten gleich, gehe eine kleine Gewichtsstufe zurück und baue von dort erneut auf.
- Werden mehrere Übungen zugleich schlechter und du fühlst dich dauerhaft müde, halbiere für eine Woche die Arbeitssätze. Danach steigst du wieder in den gewohnten Umfang ein.
Wenn du eine Übung austauschen möchtest
Wähle eine der folgenden Alternativen, wenn dir eine Übung besser liegt oder ein Gerät fehlt. Finde die passende Schwierigkeit neu und behalte die gewählte Variante für mehrere Trainingseinheiten bei.
| Geplante Übung | Praktische Alternative |
|---|---|
| Goblet Squat | Kniebeuge ohne Gewicht |
| Dumbbell Floor Press | Liegestütz erhöht |
| Kurzhantelrudern einarmig | Vorgebeugtes Kurzhantelrudern |
| Rumänisches Kreuzheben mit Kurzhanteln | Beckenheben |
Wann du einen Satz beendest
Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.
Was sich nach vier Wochen verändert hat
Vielleicht fühlt sich die Last vom ersten Training inzwischen leichter an, du schaffst mehr Wiederholungen oder hältst deine Technik sicherer. Schau nach vier Wochen auf den ersten und den jüngsten Eintrag derselben Übung. Daran erkennst du, wo du vorangekommen bist. Läuft das Training gut und passen die Tage in deinen Alltag, kannst du den Plan fortsetzen. Fällt regelmäßig derselbe Trainingstag aus, verschiebe ihn oder wähle weniger Einheiten pro Woche.
Beim nächsten Training wissen, was dran ist
Waren es beim letzten Mal acht oder zehn Wiederholungen? Lege A und B beziehungsweise die einzelnen Trainingstage als Routinen in LiftPal an und speichere deine Sätze direkt nach der Übung. Beim nächsten Workout hast du Gewicht und Wiederholungen wieder vor dir. Mit RPE kannst du außerdem festhalten, ob am Satzende noch etwas übrig war oder die letzte Wiederholung schon sehr schwer fiel.
Direkt ausprobieren
Quellen
- ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Healthy Adults ↗
- Zourdos et al. (2016): Repetitions-in-reserve RPE scale ↗
Andrea Piacquadio / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
Giovanni Caprio / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.
@marcuschanmedia | IG / Pexels · Pexels License · Für die Website verkleinert und als WebP gespeichert.





