Pläne und Fortschritt

Yoga-Plan für Anfänger: zwei kurze Einheiten für vier Wochen

Du möchtest Yoga ausprobieren und weißt nicht, welche Übungen zusammenpassen? Zwei kurze Folgen führen dich durch den Einstieg. Du bekommst Erklärungen zu jeder Position und einen Ablauf für vier Wochen.

Aktualisiert 4 Min. Lesezeit
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Häufigkeit
2-mal pro Woche
Dauer
10–15 Minuten
Ausstattung
Matte, freie Wand, stabiler Stuhl
Einstieg
Ohne Yoga-Erfahrung

So passt der Plan in deine Woche

Plane beispielsweise dienstags Einheit A am Boden und samstags Einheit B im Stehen. Die freien Tage kannst du für Spaziergänge oder dein anderes Training nutzen. Diese von uns zusammengestellte Einstiegsfolge übt einfache Positionen, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Lege eine rutschfeste Matte bereit und stelle den Stuhl gegen eine Wand. Wenn Aufstehen vom Boden schwierig ist, starte mit Einheit B und der sitzenden Abschlussruhe.

Die Einheiten

Gehe die Übungen der Reihe nach durch. Die Anleitung findest du direkt unter den beiden Einheiten. Atme durchgehend entspannt; du musst den Atem nicht anhalten.

Einheit A: in Bewegung kommen

  1. Ruhig sitzen und atmen
    Sätze
    1
    Wiederholungen / Zeit
    90 Sek.
    Pause
    20–30 Sek.
  2. Katze und Kuh
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–8 langsame Wechsel
    Pause
    20–30 Sek.
  3. Schulterbrücke
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    6–8 ruhige Wiederholungen
    Pause
    20–30 Sek.
  4. Ruhe im Liegen
    Sätze
    1
    Wiederholungen / Zeit
    2 Min.
    Pause
    Abschluss

Einheit B: sicher stehen

  1. Berghaltung
    Sätze
    1
    Wiederholungen / Zeit
    60 Sek.
    Pause
    20–30 Sek.
  2. Halber Hund an der Wand
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    20–30 Sek.
    Pause
    20–30 Sek.
  3. Krieger II
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    15–20 Sek. · je Seite
    Pause
    20–30 Sek.
  4. Baum mit Wandkontakt
    Sätze
    2
    Wiederholungen / Zeit
    10–15 Sek. · je Seite
    Pause
    20–30 Sek.
  5. Ruhe im Liegen
    Sätze
    1
    Wiederholungen / Zeit
    2 Min.
    Pause
    Abschluss

Wiederholungen und Haltezeiten richtig lesen

Bei Katze und Kuh zählt einmal rund und wieder lang werden als ein Wechsel. In den stehenden Übungen hältst du die Position für die angegebene Zeit und löst sie dann. Zwei Durchgänge je Seite bedeuten: links und rechts üben, kurz pausieren und beide Seiten wiederholen. Nimm dir für Positionswechsel so viel Zeit, wie du brauchst.

Krieger IIYoga With Adriene · Englisch

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Einheit A Schritt für Schritt

  1. Setze dich auf den Stuhl oder auf eine gefaltete Decke. Die Schultern dürfen locker sinken. Beobachte 90 Sekunden lang deinen Atem, ohne ihn absichtlich tiefer oder langsamer zu machen.
  2. Für Katze und Kuh kommst du in den Vierfüßlerstand, Hände unter den Schultern und Knie unter der Hüfte. Runde den Rücken langsam, dann lass ihn wieder lang werden und hebe das Brustbein leicht. Bewege dich in einem angenehmen Bereich; den Kopf nicht nach hinten werfen.
  3. Für die Schulterbrücke liegst du auf dem Rücken, Füße etwa hüftbreit und nahe am Gesäß. Drücke die Füße in den Boden, hebe das Becken kontrolliert und senke es wieder. Der Kopf bleibt liegen. Hebe nur so weit, dass du weiter ruhig atmen kannst.
  4. Zum Abschluss liegst du zwei Minuten mit aufgestellten oder ausgestreckten Beinen. Eine Decke unter dem Kopf kann bequemer sein. Alternativ sitze aufrecht und entspannt auf dem Stuhl.

Einheit B Schritt für Schritt

  1. In der Berghaltung stehst du hüftbreit, die Knie locker. Verteile dein Gewicht auf beide Füße und richte dich auf, ohne die Brust herauszudrücken. Bleibe eine Minute bei dieser ruhigen Haltung.
  2. Für den halben Hund legst du die Hände etwa auf Schulterhöhe an die Wand. Gehe etwas zurück und schiebe die Hüfte nach hinten, bis Rücken und Arme angenehm lang werden. Die Knie dürfen gebeugt bleiben. Kehre langsam in den Stand zurück.
  3. Für Krieger II stelle die Füße deutlich auseinander. Drehe den vorderen Fuß nach außen, den hinteren leicht nach innen. Beuge das vordere Knie in Richtung der Zehen und halte den Rumpf aufrecht. Die Arme öffnen sich seitlich; bei müden Schultern bleiben die Hände an der Hüfte. Wähle eine Schrittlänge und Tiefe, in der du stabil stehst.
  4. Für den Baum halte eine Hand an der Wand. Verlagere das Gewicht auf ein Bein, stelle die andere Fußspitze am Boden ab und lehne die Ferse an den Knöchel. Später kannst du den Fuß an die Wade setzen, mit freiem Knie. Wechsle die Seite und beende die Einheit mit zwei Minuten Ruhe im Sitzen oder Liegen.

Die nächsten vier Wochen

Längere Haltezeiten sind nur eine Möglichkeit. Auch ein ruhigerer Übergang oder weniger Festhalten zeigt, dass dir die Bewegung vertrauter wird.

WocheDeine Aufgabe
1Lerne beide Folgen kennen. Ein Durchgang pro Übung reicht zunächst; nutze die kürzere Haltezeit.
2Übe A und B mit den angegebenen Durchgängen. Behalte Wand und Stuhl als Unterstützung.
3Wenn sich alles gut anfühlt, verlängere eine Halteübung um fünf Sekunden ODER ergänze eine dritte kurze Einheit. Ändere nur eines davon.
4Wiederhole die vertrauten Folgen. Entscheide danach, ob du bei zwei Trainingstagen bleibst oder eine angeleitete Anfängerstunde ausprobieren möchtest.

Wenn eine Position nicht gut passt

SituationAnpassung
Druck auf Händen oder KnienÜbe das sanfte Runden und Aufrichten des Rückens im Sitzen. Polstere die Knie für andere Bodenpositionen mit einer gefalteten Decke.
Unsicheres GleichgewichtBehalte beim Baum die Fußspitze am Boden und halte dich fest. Beim Krieger verkürze den Stand und die Haltezeit.
Wenig ZeitMache eine Minute ruhiges Sitzen, sechs langsame Katze-Kuh-Wechsel und eine Minute Abschlussruhe.
Stechender Schmerz oder SchwindelVerlasse die Position und beende die Übung. Wiederkehrende Beschwerden sollten vor dem nächsten Versuch abgeklärt werden.

Wann Anleitung besonders sinnvoll ist

Bei einer bestehenden Verletzung, Schwangerschaft oder einer Erkrankung, die deine Bewegung einschränkt, lass die Auswahl vorher fachlich anpassen. Eine qualifizierte Yogalehrkraft kann dir die Positionen zeigen und auf deine Beweglichkeit eingehen. Für diesen Einstieg brauchst du keine Kopfstände, extremen Dehnpositionen oder forcierten Atemtechniken.

Woran du deinen Fortschritt erkennst

Vielleicht brauchst du beim Baum bald weniger Halt an der Wand oder findest leichter in eine bequeme Sitzposition. Solche kleinen Veränderungen sind einen Eintrag wert. Hake deine Yoga-Einheit in LiftPal als Daily Goal ab und notiere dir bei Bedarf, welche Position du noch gezeigt bekommen möchtest. Ein fester, angenehmer Platz in der Woche hilft dir mehr beim Dranbleiben als jeden Tag eine schwierigere Folge.

Direkt ausprobieren

Quellen

  1. NCCIH: Yoga, Effectiveness and Safety ↗
  2. Yoga With Adriene: Warrior II, Foundations of Yoga ↗

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