Für wen der Plan passt
Der Plan passt, wenn du die drei Hauptübungen bereits gelernt hast und 60 bis 80 Minuten pro Trainingstag einplanen kannst. Für den ersten Kontakt mit einer Langhantel ist eine praktische Einweisung sinnvoll. Der Plan entwickelt die Grundstruktur im Training; ein Wettkampf braucht zusätzlich die jeweiligen Kommandos, gültige Ausführung und eine passende Vorbereitung.
Die Einheiten
Führe die Übungen in dieser Reihenfolge aus. Die angegebenen Sätze zählen nach dem Aufwärmen; zwischen den Sätzen hältst du die jeweilige Pause ein.
Einheit A
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 4–6
- Pause
- 3–5 min
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 4–6
- Pause
- 3–5 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–10
- Pause
- 2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 10–15
- Pause
- 1–2 min
Einheit B
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 3–5
- Pause
- 3–5 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 6–8
- Pause
- 2–3 min
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 8–12
- Pause
- 2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 20–35 Sekunden
- Pause
- 1 min
Einheit C
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 5–6
- Pause
- 3 min
- Sätze
- 3
- Wiederholungen / Zeit
- 6–8
- Pause
- 3 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–10 pro Seite
- Pause
- 2 min
- Sätze
- 2
- Wiederholungen / Zeit
- 8–10
- Pause
- 2–3 min
So verteilst du dein Training über die Woche
Montag A mit Kniebeuge und Bankdrücken, Mittwoch B mit Kreuzheben, Freitag C mit leichterer Kniebeuge und Bankdrücken in einem höheren Wiederholungsbereich. C ist kein zweiter Maximalversuchstag. Nach einem Fehltag setzt du die Reihenfolge fort. Vor dem schweren Kreuzheben sollte ausreichend Abstand zur vorigen anspruchsvollen Beinbelastung bleiben.
So wärmst du dich auf
Stelle Sicherungsablagen beim Beugen und Bankdrücken passend ein; beim Bankdrücken kann eine eingewiesene sichernde Person zusätzlich helfen. Beginne mit einer leichten Stange und taste dich über kurze Aufwärmsätze heran. Für 3 × 4–6 wählst du ein Gewicht, mit dem vier Wiederholungen plus zwei bis drei weitere kontrolliert möglich wären. Für Kreuzheben gilt dieselbe Reserve im Bereich 3–5. Ein schwerer Einzeltest ist zur Lastwahl nicht nötig.
Sätze, Wiederholungen und Gewichte lesen
2 × 8–12 heißt: acht bis zwölf Wiederholungen, eine Pause, dann ein zweiter Satz. Bei einer einseitigen Übung gilt die Zahl für jede Seite. Arbeite die Übungen in der angegebenen Reihenfolge ab. Bei Kurzhanteln notierst du hier die Summe beider Hanteln: zweimal 10 kg ergeben 20 kg. Bei einer einzelnen Hantel zählt nur deren Gewicht.
Mehr Wiederholungen, dann mehr Gewicht
Beispiel Kniebeuge A: 80 kg für 4/4/4, dann 5/5/4 und später 6/6/6. Erst wenn alle Sätze mit gleicher Tiefe und Reserve gelingen, folgen etwa 82,5 kg und wieder vier Wiederholungen. Die Freitagskniebeuge bleibt bewusst leichter; etwa zehn Prozent weniger als am Montag können ein Startpunkt sein, die Kontrolle entscheidet. Schreibe beide Tage getrennt auf. Wiederholt langsame, grenzwertige Wiederholungen sind kein Anlass, die Last weiter zu erhöhen.
Wenn du eine Übung austauschen möchtest
Wenn eine Hauptübung noch unsicher ist, reduziere den Tag auf Technikarbeit mit leichter Last und lass die Bewegung ansehen. Bei belegtem Rack kannst du Zubehör vorziehen, aber nicht ermüdet neue schwere Hauptsätze erzwingen. Frontkniebeuge, Kurzhanteldrücken oder rumänisches Kreuzheben können ergänzende Varianten sein; sie ersetzen das Üben der Wettkampfübungen für ein Wettkampfziel nicht. Bei drei ähnlichen Trainingstagen ohne Fortschritt reduziere eine Laststufe und baue erneut auf.
So kommst du bei einem Stillstand weiter
- Vergleiche deine letzten drei bis vier Einheiten mit dieser Übung. Achte auf gleiche Ausführung und ähnliche Satzpausen.
- Warst du müde oder hast du kürzer pausiert? Wiederhole das Gewicht nach einem erholsameren Tag mit den vorgesehenen Pausen.
- Bleiben die Wiederholungen über mehrere vergleichbare Einheiten gleich, gehe eine kleine Gewichtsstufe zurück und baue von dort erneut auf.
- Werden mehrere Übungen zugleich schlechter und du fühlst dich dauerhaft müde, halbiere für eine Woche die Arbeitssätze. Danach steigst du wieder in den gewohnten Umfang ein.
Wann du einen Satz beendest
Beende den Satz, sobald du die Bewegung deutlich verkürzt, Schwung brauchst oder die Haltung nicht mehr kontrollierst. Muskelanstrengung und schnelleres Atmen sind erwartbar. Plötzlicher stechender Schmerz, Schwindel oder ungewöhnliche Beschwerden sind ein Grund, die Übung beziehungsweise das Training zu stoppen. Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen solltest du abklären lassen, bevor du die betroffene Bewegung weiter belastest.
Was sich nach vier Wochen verändert hat
Vielleicht fühlt sich die Last vom ersten Training inzwischen leichter an, du schaffst mehr Wiederholungen oder hältst deine Technik sicherer. Schau nach vier Wochen auf den ersten und den jüngsten Eintrag derselben Übung. Daran erkennst du, wo du vorangekommen bist. Läuft das Training gut und passen die Tage in deinen Alltag, kannst du den Plan fortsetzen. Fällt regelmäßig derselbe Trainingstag aus, verschiebe ihn oder wähle weniger Einheiten pro Woche.
Beim nächsten Training wissen, was dran ist
Lege die drei Tage in LiftPal getrennt an und protokolliere Hauptsätze samt RPE (deine eingeschätzte Satzanstrengung). So vergleichst du die schwere und leichtere Variante passend und siehst deinen Verlauf ohne ständige Maximaltests.
Direkt ausprobieren
Quellen
- ACSM (2026): Resistance Training Prescription for Healthy Adults ↗
- Zourdos et al. (2016): Repetitions-in-reserve RPE scale ↗
- International Powerlifting Federation: Technical Rules ↗
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